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CDU-Politiker Philipp Amthor: Mit 120 durch die Tempo-70-Zone

Mit „Fleiß, Herzblut“ und offensichtlich auch zu hohem Tempo unterwegs: Philipp Amthor.
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Mit "Fleiß, Herzblut“ und offensichtlich auch zu hohem Tempo unterwegs: Philipp Amthor.

Seine Raserei kommt CDU-Jungstar Philipp Amthor teuer zu stehen. Der Bundestagsabgeordnete soll seinen Führerschein abgegben - wogegen er Einspruch erhebt.

Pasewalk - Es war in letzter Zeit ein wenig still geworden um den CDU-Nachwuchsmann Philipp Amthor. Amthor hatte im Sommer 2020 wegen einer Lobby-Affäre seine Bewerbung für den CDU-Landesvorsitz Mecklenburg-Vorpommern zurückgezogen. Im September hatte der 29-Jährige über die Landesliste den Wiedereinzug in den Bundestag allerdings geschafft.

Jetzt soll Philipp Amthor seinen Führerschein wegen zu schnellen Fahrens für einen Monat abgeben und eine Geldstrafe von 450 Euro zahlen. Dazu verurteilte ihn das Amtsgericht Pasewalk (Mecklenburg-Vorpommern), wie der 29-Jährige am Dienstagabend der Deutschen Presse-Agentur bestätigte. Zuvor hatte der Sender NDR 1 Radio MV darüber berichtet. Das Urteil ist allerdings noch nicht rechtskräftig. Amthor prüft momentan eine Rechtsbeschwerde gegen den Beschluss.

Philipp Amthor will Bußgeld nicht akzeptieren

Zu der Verhandlung vor dem Amtsgericht war es laut Berichten des Norddeutschen Rundfunks gekommen, weil Amthor das ihm auferlegte Bußgeld nicht akzeptieren wollte. Der heutige Chef der CDU-Landesgruppe Mecklenburg-Vorpommern im Bundestag soll im vergangenen Jahr mit rund 120 Kilometern pro Stunde durch eine Tempo-70-Zone gefahren sein.

Mit Fleiß und Herzblut kämpfe ich für ein Deutschland, in dem wir gut und gerne leben: Für Sicherheit, für eine starke Wirtschaft und moderne Infrastruktur.

Philipp Amthor auf seiner Webseite

Er selbst habe aber wenig mit dem Rechtsstreit zu tun. „Ich habe mich in dem Verfahren selbst gar nicht eingelassen, sondern über einen facherfahrenen Anwalt einige Rechtsfragen prüfen lassen“, so Amthor laut Angaben der dpa. „Natürlich reklamiere ich dabei keine Sonderrechte auf zu schnelles Autofahren, aber es ist auch nicht unanständig, einen Bußgeldbescheid gerichtlich überprüfen zu lassen. Das steht jedermann zu. In jedem Fall gilt: Zu schnelles Fahren ist immer unnötig und sollte nicht relativiert werden.“

Das Fahrverbot würde laut der Stellungnahme Amthors nur dann rechtskräftig, wenn er keine zulässige Rechtsbeschwerde gegen das Urteil einlegen würde. Dies prüfe er gegenwärtig, so der CDU-Politiker. (skr/dpa)

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