Philippinische Polizei sucht nach entführtem Australier

Manila - Ein 53-jähriger Australier wurde in der philippinischen Ortschaft Ipil entführt. Am Tatort fanden die Beamte Blutflecken und suchen nun fieberhaft nach dem verschollenen Mann. 

Nach der Entführung eines Australiers im Süden der Philippinen hat die Polizei am Dienstag die Suche nach dem 53-Jährigen fortgesetzt. Am Tatort fanden die Beamten Blutflecken, es wurde befürchtet, dass der Australier verletzt wurde, als bewaffnete Männer ihn am späten Montagabend in der Ortschaft Ipil in der Provinz Zamboanga Sibugay in ihre Gewalt brachten.

Polizei und Streitkräfte suchten in den umliegenden Hügeln an der Küste nach dem Mann, offenbar um zu verhindern, dass die Entführer ihre Geisel mit einem Boot auf eine der Nachbarinseln verschleppen. Erst im September hatten Mitglieder der Al-Kaida-nahen Abu-Sayyaf-Gruppe eine philippinische Geschäftsfrau aus der Gegend entführt und auf eine Insel verschleppt. Es sei sehr wahrscheinlich, dass die Rebellen auch hinter der Entführung des Australiers steckten, sagte der örtliche Polizeichef Elpidio de Asis.

Australien setzt eigene Ermittlergruppe ein

Für die Finanzierung ihres Aufstandes im Süden der Philippinen haben die Extremisten in der Vergangenheit immer häufiger Menschen entführt und Lösegeld für ihre Freilassung verlangt.

Die australische Ministerpräsidentin Julia Gillard erklärte am Dienstag, ihre Regierung habe eine Ermittlergruppe eingesetzt, die die Entführung untersuchen soll.

Der entführte Australier war in den vergangenen Jahren immer wieder auf die Philippinen gereist und sei nach seiner Hochzeit mit einer Philippinerin im Juni in dem kleinen Küstenort Ipil geblieben, teilte die Polizei mit.

dapd

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

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