Nanowissenschaften

Physiker aus Deutschland bekommen hoch dotierten Kavli-Preis

Der deutsche Physiker Knut Urban gehört zu den diesjährigen Preisträgern des hoch dotierten Kavli-Preises. Foto: The Kavli Foundation/dpa
+
Der deutsche Physiker Knut Urban gehört zu den diesjährigen Preisträgern des hoch dotierten Kavli-Preises. Foto: The Kavli Foundation/dpa

Los Angeles (dpa) - Zwei Physiker aus Deutschland gehören zu den diesjährigen Preisträgern des hoch dotierten Kavli-Preises.

Harald Rose von der Universität Ulm und Knut Urban vom Forschungszentrum Jülich teilen sich den mit einer Million Dollar (etwa 915.000 Euro) dotierten Kavli-Preis für Nanowissenschaften mit dem Österreicher Maximilian Haider und dem in den USA arbeitenden tschechisch-britischen Forscher Ondrej Krivanek, wie die Kavli-Stiftung am Mittwoch in Los Angeles mitteilte.

Die Wissenschaftler würden für ihre Arbeit an der Verbesserung von Bildfehlern bei Elektronenmikroskopen ausgezeichnet. Diese habe dazu geführt, dass Forscher weltweit Struktur und chemische Zusammensetzung von Materialien dreidimensional und in nie dagewesener Auflösung sehen könnten. "Ihre Arbeit ist ein wunderschönes Beispiel von wissenschaftlichem Einfallsreichtum, Hingabe und Durchhaltevermögen", sagte die Vorsitzende des zuständigen Preis-Komitees, Bodil Holst, laut Mitteilung.

Der Kavli-Preis wird auch noch in den Kategorien Astrophysik und Neurowissenschaften vergeben. Den Preis für Astrophysik erhält in diesem Jahr der Brite Andrew Fabian, den für Neurowissenschaften teilen sich die US-Amerikaner David Julius und Ardem Patapoutian.

Die Auszeichnung gehört zu den höchstdotierten Wissenschaftsehrungen der Welt. Der Preis wird alle zwei Jahre von der Norwegischen Akademie der Wissenschaften, dem norwegischen Forschungsministerium und der Kavli-Stiftung vergeben. Normalerweise wird die Auszeichnung im Herbst von Norwegens Kronprinz Haakon in Oslo überreicht. Aufgrund der Coronavirus-Pandemie werde die diesjährige Verleihung jedoch verschoben und mit der für 2022 geplanten Zeremonie zusammengelegt, teilte die Kavli-Stiftung mit.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.