Sie konnten ihn noch ein letztes Mal umarmen

Enkel lag im Sterben: So half ein Pilot Oma und Opa

Manchester - Oma und Opa haben in einem Flugzeug Richtung Australien per SMS erfahren, dass ihr Enkel im Sterben lag. Die Maschine rollte zur Startbahn, ein Abschied schien unmöglich - eigentlich. 

An einem Flughafen muss alles straff durchorganisiert sein, damit Menschenmassen möglichst pünktlich von A nach B kommen. Das folgt klaren Abläufen. Einchecken, Boarden, Starten. Unterbrechungen unerwünscht, außer die Technik streikt natürlich. Da ist kein Raum für Einzelschicksale und übertriebene Menschlichkeit - sollte man meinen.

Ein Pilot von "Etihad Airways" hat jetzt das Gegenteil bewiesen. Wie der britische Sender BBC vor kurzem berichtet hat, gab es Ende März einen äußerst ungewöhnlichen Vorfall an Bord einer Maschine der arabischen Airline in Manchester. Ein älteres Ehepaar, das nach Australien reisen wollte, erfuhr per SMS, dass der Enkelsohn auf einer Intensivstation im Sterben lag. Das Flugzeug rollte bereits in Richtung Startbahn, ein Abschied von dem geliebten Menschen schien aussichtslos. 

Die Großeltern konnten ihren Enkel umarmen - ein letztes Mal

Doch die beiden ließen es auf einen Versuch ankommen. Gott sei Dank. Sie teilten der Crew mit, was passiert war. Der Pilot fackelte nicht lange, er wollte helfen. Er brach den Start ab und kehrte zum Gate um. Die Großeltern machten sich umgehend auf den Weg ins Krankenhaus und schafften es tatsächlich noch, ihren Enkel in die Arme zu schließen. Ein letztes Mal. Er starb noch in der gleichen Nacht.

Das große Rauschen: Wasserfälle auf der ganzen Welt

Sicherlich gehören die Victoria Falls zu den spektakulärsten Wasserfällen der Welt. Ihr Entdecker David Livingstone nannte sie den wundervollsten Anblick, der sich ihm je in Afrika geboten hat. Foto: Philipp Laage
Sicherlich gehören die Victoria Falls zu den spektakulärsten Wasserfällen der Welt. Ihr Entdecker David Livingstone nannte sie den wundervollsten Anblick, der sich ihm je in Afrika geboten hat. © Philipp Laage
Wer nicht nass werden will, ist auf einem der Ausflugsboote, die sich nahe an die Niagara-Fälle wagen, sicherlich falsch. Die Gischt kann wie eine Dusche sein. Foto: Christian Röwekamp
Wer nicht nass werden will, ist auf einem der Ausflugsboote, die sich nahe an die Niagara-Fälle wagen, sicherlich falsch. Die Gischt kann wie eine Dusche sein. © Christian Röwekamp
Der Rundweg entlang der Iguazú-Fälle führt durch fast schon urzeitliches Land - von Wasserfall zu Wasserfall, durch dichtes, subtropisches Grün. Foto: Philipp Laage
Der Rundweg entlang der Iguazú-Fälle führt durch fast schon urzeitliches Land - von Wasserfall zu Wasserfall, durch dichtes, subtropisches Grün. © Philipp Laage
Kerepakupai merú heißen die Angels Falls in der Sprache der Pemón - sie liegen relativ unzugänglich im Dschungel Venezuelas. Foto: Bildarchiv Botschaft von Venezuela in Deutschland/Roger Manrique
Kerepakupai merú heißen die Angels Falls in der Sprache der Pemón - sie liegen relativ unzugänglich im Dschungel Venezuelas. © Roger Manrique
Die Tugela Falls in den Drakensbergen bieten einen sehr hohen, aber schmalen Wasserfall. Foto: Ezemvelo KZN Wildlife Design Studio
Die Tugela Falls in den Drakensbergen bieten einen sehr hohen, aber schmalen Wasserfall. © Ezemvelo KZN Wildlife Design
In mehreren Kaskaden stürzt der Vinnufallet hinab. Insgesamt misst der Wasserfall eine Höhe von 865 Metern. Foto: Remi Haugen
In mehreren Kaskaden stürzt der Vinnufallet hinab. Insgesamt misst der Wasserfall eine Höhe von 865 Metern. © Remi Haugen
Die Yosemite Falls gehören zu den bekanntesten Wasserfällen der Welt. Sie liegen inmitten imposanter Natur. Foto: Andrea Warnecke
Die Yosemite Falls gehören zu den bekanntesten Wasserfällen der Welt. Sie liegen inmitten imposanter Natur. © Andrea Warnecke

Wer das Ehepaar ist und weshalb der Enkelsohn sterben musste, ist nicht bekannt. Man könnte natürlich einen äußerst zweifelhaften PR-Gag wittern, die BBC gilt jedoch als seriöse Nachrichtenquelle. Der Vorfall kam deshalb an die Öffentlichkeit, weil sich Reiseagentin Becky Stephenson, die den Australien-Trip für das Paar organisiert hatte, per Facebook bei der Airline bedankte. "Meine Kunden sind so dankbar, dass sie zurückkehren und ihn noch einmal sehen konnten", schreibt sie. 

Sie ist tief beeindruckt von Pilot und Crew. Seit 25 Jahren arbeite sie in der Branche, aber so etwas habe sie noch nie erlebt. Manchmal zählen einfach andere Dinge, als Pünktlichkeit. Dafür dürften auch die Mitpassagiere Verständnis gehabt haben. 

Der Facebook-Post der Reiseagentin, die sich bei dem Piloten bedankt

kg

Rubriklistenbild: © dpa

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