Crew als Geiseln genommen

Piraten kapern Schiff vor Küste von Somalia

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Blick auf die somalische Stadt Eyl von einem Hügel außerhalb der Stadt. Eyl galt jahrelang als Hochburg der Piraterie in dem Land. Foto: Ben Curtis

Mogadischu (dpa) - Vor der Küste Somalias ist ein Frachter von Piraten gekapert worden. Die "Aris 13" lief nach Angaben des Antipiraterie-Einsatzes der Europäischen Union (EUNAVFOR) unter komorischer Flagge.

Das Schiff sollte Treibstoff und Gas von Dschibuti in die somalische Hauptstadt Mogadischu transportieren, sagte John Seed von der Organisation Oceans Beyond Piracy. Die Besatzung von acht Sri Lanker sei vor der Küste von Caluula als Geiseln genommen worden. Berichte über Lösegeldforderungen wollte Seed aus Sicherheitsgründen nicht bestätigen.

Das Schiff wurde nach Angaben des EU-Einsatzes bereits am Sonntag gekapert. Es wurde von zwei Schnellbooten angegriffen, erklärte Seed. Es sei demnach der erste Piraten-Angriff in der Region seit fünf Jahren. In den vergangenen Jahren hätten die aus Sicherheitsgründen bewaffneten Besatzungen die als gefährlich eingestufte Nähe zur Küste Somalias gemieden.

Seed wies auf die "verzweifelte Lage" in Somalia als möglichen Grund des Angriffs hin. In Somalia sind derzeit infolge einer schweren Dürre mehr als sechs Millionen Menschen auf Hilfe angewiesen.

Oceans beyond Piracy

Mitteilung der EUNavfor

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