Sprintstar bricht in Tränen aus

Pistorius-Prozess: Richterin schließt vorsätzlichen Mord aus

Pretoria. Bei der Urteilsverkündung im Prozess gegen Oscar Pistorius hat die Richterin einen vorsätzlichen Mord ausgeschlossen. Die Staatsanwaltschaft habe dafür nicht genügend Beweise präsentiert, sagte Richterin Thokozile Masipa am Donnerstag im südafrikanischen Pretoria. Das abschließende Urteil verkündete sie noch nicht.

Die Anklage hatte Pistorius vorgeworfen, seine Freundin Reeva Steenkamp vorsätzlich ermordet zu haben, als er im Februar 2013 durch eine geschlossene Badezimmertür schoss. Der einstige Paralympics-Star hat die Schüsse zwar nie bestritten. Er argumentiert aber, im Badezimmer einen Fremden vermutet und aus Panik vor dem vermeintlichen Einbrecher gehandelt zu haben.

Der Sprintstar ist während der Urteilsverlesung in Tränen ausgebrochen. Der Angeklagte wurde von einem Weinkrampf geschüttelt und war erkennbar nahe an einem Zusammenbruch, als Richterin Thokozile Masipa den Hergang in der Tatnacht im Februar 2013 mit ihren Worten schilderte und rechtlich einordnete.

In Südafrika ist es üblich, dass ein Richter das Urteil erst am Ende seiner Ausführungen bekanntgibt. Masipa hatte am Donnerstagmorgen das Wort ergriffen. Im Prozess hatte sie sich nie anmerken lassen, zu welcher Entscheidung sie tendiert. Das Strafmaß dürfte die Richterin erst mehrere Wochen nach ihrem Urteil bekanntgeben.

dpa

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