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Plätzchen im Rückruf vor Weihnachten: Lebensgefahr! Krebs und allergischer Schock drohen

Kurz vor Weihnachten wurde ein dringender Rückruf für Kekse gestartet. Es wurden krebserregende Stoffe gefunden und ein wichtiger Hinweis für Allergiker fehlt.

  • Aktueller Rückruf* für Plätzchen der Marke Mahyar gestartet.
  • Das Produkt ist mit krebserregenden Stoffen verunreinigt und ein wichtiger Allergen-Hinweis fehlt.
  • Es besteht Lebensgefahr.

Update vom Mittwoch, 09.12.2020, 06.40 Uhr: Die vom Rückruf betroffenen Plätzchen wurden mit krebserregenden Stoffen verunreinigt. Zudem fehlt ein Allergen-Hinweis für Erdnüsse. Das kann vor allem bei Allergikern zu einem allergischen Schock führen.

In Deutschland leiden zwischen drei und vier Prozent der Menschen an einer Lebensmittelallergie. Die Reaktion auf das jeweilige Lebensmittel zeigt sich auf unterschiedliche Weisen. Bei manchen Personen äußert sich die Allergie durch Reaktionen der Schleimhäute. Häufig kommt es in diesem Bereich dann zu Schwellungen, konkret im Mund-, Nasen- und/oder Rachenraum.

Kekse der Marke Mahyar sind im Rückruf wegen Verunreinigung und fehlendem Allergen Hinweis. (Symbolbild)

Krebserregende Plätzchen im Rückruf: Auch allergische Reaktionen möglich

Es kann auch zu einer Schwellung der Zunge kommen. Aber Symptome können auch im Magen-Darm-Bereich auftreten. Übelkeit, Erbrechen, Durchfall und/oder Blähungen stellen dabei keine Seltenheit dar. Allergische Reaktionen können sich allerdings auch auf der Haut äußern. Hier vor allem in Ekzemen, Juckreiz sowie Nesselsucht.

In manchen Fällen kann es zu Reaktionen der Atemwege kommen. So verengen sich zum Teil die Bronchien, was als allergisches Asthma bekannt ist. Ein anaphylaktischer Schock kann im Extremfall zu einer lebensbedrohlichen Situation führen.

Plätzchen im Rückruf: Produkt ist verunreinigt - Es besteht Krebs-Gefahr

Erstmeldung vom 07.12.2020: Kassel – Als kleine Süßigkeit zu Kaffee oder Tee sind Plätzchen sehr beliebt. Besonders in der Weihnachtszeit, wenn aus Zeitmangel nicht selbst gebacken werden kann, wird gerne auf gekauftes Gebäck zurückgegriffen. Doch eine Sorte ist nun im Rückruf.

Plätzchen der Marke Mahyar sind im Rückruf wegen Verunreinigung und fehlendem Allergen Hinweis.

Wie das Verbraucherportal produktwarnung.eu“ vermeldet, wird die Kekssorte „Naderi Traditional Cookies“ der Marke Mahyar zurückgerufen. Wie das Unternehmen mitteilt, sind die Plätzchen „durch unerwünschte Kontaminanten mit genotoxischen und karzinogenen Wirkungen“ verunreinigt. Zudem fehlt der Allergen-Hinweis für Erdnüsse. Betroffen seien die Plätzchen mit dem Mindesthaltbarkeitsdatum 16.04.2021.

Vor einem Verzehr des Produktes wird daher vorsorglich abgeraten, da laut Hersteller gesundheitliche Risiken bestehen.

MarkeMahyar
ProduktnameNaderi Traditional Cookies
RückrufgrundKontamination und fehlender Allergen-Hinweis
MerkmalMindeshaltbarkeitsdatum 16.04.2021

Rückruf von Plätzchen: Krebserregende Stoffe und fehlender Allergen-Hinweis

Das Ausmaß einer allergischen Reaktion auf Nahrungsmittel kann individuell stark variieren. Sie äußert sich in Reaktionen der Schleimhaut, zum Beispiel in Form von Schleimhautschwellungen im gesamten Mund-, Nasen- und Rachenraum und Anschwellen der Zunge.

Symptome im Magen-Darm-Bereich sind beispielsweise Übelkeit, Erbrechen, Blähungen und Durchfall. Nahrungsmittelallergien können zudem auch zu Reaktionen der Atemwege mit Verengung der Bronchien (allergisches Asthma) und der Haut (atopisches Ekzem, Juckreiz und Nesselsucht) führen. Im Extremfall kann es zu einem lebensbedrohlichen anaphylaktischen Schock kommen. (Theresa Lippe) hna.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks

Ab wann wird in Deutschland ein Produkt zurückgerufen?

Wenn ein Lebensmittel zu einer Gesundheitsgefährdung führen kann, kommt es in Deutschland zu einem Rückruf. Das betroffene Produkt wird meist von dem Hersteller selbst zurückgerufen. Hierzu ist er nach dem Produktsicherheitsgesetz verpflichtet, wenn ihm eine Gefahr auffällt. Auf dem Online-Portal „lebensmittelwarnung.de“ veröffentlichen die Länder und der Bund Rückrufe. Wenn der Hersteller nicht zurückruft, werden die Verbraucher von der Behörde informiert. 

Die Rücknahme von Produkten aus dem Lebensmittelbereich ist nur verpflichtend, wenn diese nicht zum Verzehr geeignet sind oder eine Schädigung der Gesundheit durch sie entstehen kann. Bei Qualitätsmängeln ist es also reiner Kundenservice, wenn das Produkt zurückgegeben werden kann. Zu Rücknahmen kommt es häufig auch, ohne dass die Öffentlichkeit davon erfährt. Wenn ein Unternehmen vor dem Verkaufsstart eines Produktes Mängel feststellt, kann es das betroffene Produkt aus dem Handel zurückziehen. So umgeht es einen Verlust ihres Images.

(Theresa Lippe) *hna.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks

Rubriklistenbild: © Christophe Gateau/dpa

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