Plastikkügelchen in Cremes: Umweltbundesamt warnt vor Risiken

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Mitarbeiter einer Kläranlage bauen einen Spezialfilter zur Absorption von Mikroplastik aus dem Abwasser ein. Auf dem herkömmlichen Weg können die winzigen Partikel nicht vollständig aus dem Abwasser beseitigen werden. Foto: Ingo Wagner/Archiv

Berlin (dpa) - Das Umweltbundesamt (UBA) warnt vor Risiken für Umwelt und Gewässer durch die Verwendung von Mikroplastikpartikeln in Hautcremes.

"Mikroplastik ist Teil eines globalen Umweltproblems", sagte UBA-Präsidentin Maria Krautzberger der Deutschen Presse-Agentur. So gelangten winzige Plastikabfälle durch Kosmetika in Umwelt und Gewässer. "Wir brauchen viele unterschiedliche Maßnahmen, je nach Region und Stand der Abfallentsorgung." Laut UBA werden bundesweit rund 500 Tonnen Mikroplastik jährlich in Kosmetika eingesetzt.

Das Thema wird am Donnerstag auch im Bundestag beraten, die Grünen fordern einen Ausstieg aus der Verwendung von Mikroplastikpartikeln in Kosmetika und Reinigungsmitteln. Die Partei betont in einem Antrag, Granulatkügelchen würden bewusst Kosmetika und Körperpflegeprodukten wie Peelings oder Zahnpasta beigefügt. Nach Gebrauch landeten die Minipartikel im Abwasser. Kläranlagen könnten sie nicht vollständig rausfiltern. Ein Teil bleibe im geklärten Wasser und gelange in die Flüsse und ins Meer.

Die Grünen fordern die Bundesregierung daher auf, "dass für ungebundene Mikroplastikpartikel zum Beispiel aus Kosmetika und Körperpflegeprodukten eine geregelte Entsorgung sichergestellt und eine Freisetzung in die Umwelt vollständig unterbunden wird". Das Bundesumweltministerium teilte auf dpa-Anfrage mit, man führe Gespräche mit den Herstellerfirmen und deren Verbänden über einen raschen Ausstieg aus der Verwendung von Mikroplastik in Kosmetik.

BUND-Liste mit Produkten, die Mikroplastik enthalten

Informationen zu dem Thema

Bundestags-Antrag

Unternehmen, die Mikroplastik-Ausstieg unterstützen

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