Männer mussten Notdurft in Fahrzeug verrichten

Flüchtlinge aus Libyen tagelang in Lastwagen eingesperrt

Fulda. Sieben Tage lang sollen Männer aus Libyen in einem Lastwagen eingepfercht gewesen sein. Die Flüchtlinge wurden laut Polizei mit dem Lkw nach Deutschland eingeschleust. 

Insgesamt vier Menschen befanden sich in dem rot-weißen Schleuserfahrzeug. Den Flüchtlingen soll es untersagt gewesen sein, den Lastwagen zu verlassen. Auch Toilettengänge mussten die Männer aus Nordafrika im Laderaum verrichten.

Die Männer aus Libyen sollen Polizeiangaben zufolge 2000 Euro pro Person für die Fahrt in die Bundesrepublik gezahlt haben. Sie sind zwischen 21 und 37 Jahre alt. 

Gefasst wurden die Flüchtlinge und der Fahrer des Mercedes-Lkw am Bahnhof Neuhof von Polizeibeamten aus Fulda. Der Fahrer, der beim Polizeiübergriff fuhr, soll aus der Türkei stammen. Offenbar gab es für den Transport der Libyer aber mehrere Fahrer, die sich im Lkw abwechselten.

Von den Schleusern fehlt bislang jede Spur. Die vier Flüchtlinge erwartet jetzt ein Verfahren wegen unerlaubter Einreise in die Bundesrepublik Deutschland. Vorerst befinden sich die Libyer in einer Unterkunft für Flüchtlinge in Gießen. 

Zuständig ist in diesem Fall die Bundespolizeiinspektion Kassel. Zeugenhinweise bitte per Telefon an: 0561/81616-9

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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