50.000 Proben "völlig überflüssig"

Polizei will Alkoholbluttests abschaffen

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Gibt es künftig nur noch Alkoholtests per Atemanalyse?

Berlin - Vor dem Hintergrund der zunehmenden Belastung der Polizei durch Terrorgefahren hat die Gewerkschaft der Polizei (GdP) Entlastungen der Beamten gefordert. Zum Beispiel könne auf Alkoholbluttests verzichtet werden.

Rainer Wendt schlug in der "Bild"-Zeitung vom Dienstag unter anderem vor, Schwertransporte nicht mehr von der Polizei begleiten zu lassen. Außerdem solle die Polizei nicht mehr zur sogenannten Fahrerfeststellung nach Verkehrsdelikten eingesetzt werden. "Damit könnten insgesamt 5000 Polizisten sofort sinnvoller eingesetzt werden", sagte Wendt der Zeitung.

Einsparpotenzial sieht Wendt nach eigenen Angaben auch bei Alkoholbluttests im Straßenverkehr. Rund 50.000 Blutproben im Jahr seien "völlig überflüssig", sagte Wendt. Bisher werde ab 0,8 Promille bei der Atemkontrolle der Blutalkoholwert ermittelt. Die Atemalkoholanalyse sei indes "genau so zuverlässig".

Die Debatte über das Personal bei der Polizei war unter anderem wegen der derzeit regelmäßigen Demonstrationen von Gegnern und Anhängern der islamkritischen Pegida-Bewegung wieder aufgeflammt. Sämtliche für Montagabend in Dresden geplante Kundgebungen waren nach Anschlagsdrohungen aus Sicherheitsgründen abgesagt worden.

AFP

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