Training gegen Flugangst

Diese Polizeihunde lernen fliegen

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Beim so genannten Luftverlastungstraining sollen die insgesamt 200 Diensthunde in Niedersachsen auf Flüge zu entfernten Einsatzorten vorbereitet werden.

Ahrbergen - Ein für Vierbeiner eher ungewöhnliches Training absolvieren zur Zeit insgesamt 200 Polizeihunde in Niedersachsen. Sie sollen Fliegen lernen.

Die Baumwipfel schwingen, der Klee auf der grünen Wiese neigt sich zu Boden. Kurz nachdem der Polizeihubschrauber gelandet ist, springt Schäferhund Daiko mit seinem Herrchen aus der Flugkabine. Genau so soll es ablaufen, wenn einer der 200 Polizeidiensthunde in Niedersachsen zu einem entfernten Einsatzort im Land geflogen werden muss.

Die schrägsten Tiere der Welt

Opossum
Das schielende Opossum (Didelphis) Heidi im Zoo Leipzig. Das Tier hat einen Sehfehler. © dapd
Zu viel Winterspeck? Ein Katta im Hamburger Tierpark macht den Test. © ap
Dieser chinesischen Schopfhund ist 2007 zum hässlichsten Hund der Welt gewählt worden. Er wird nur bis zu 33 Zentimeter groß und ist in dieser Variante haarlos. © AP
Huch? Ist ein Storch nicht eigentlich weiß? In Briesen (Brandenburg) wurde dieser blaue Storch gesichtet. © dpa
Mit seiner großen gurkenförmigen Nase gehört der Nasenaffe nicht zu den gängigen Naturschönheiten. Er lebt nur auf der indonesischen Insel Borneo, immer nah am Wasser und in Mangrovenwäldern. © dpa
Diese Königskrabbe kann bis zu 15 Kilogramm schwer werden und erreicht eine Spannweite von bis zu zwei Metern. Sie ist auch als "Kamtschatka Riesenkrabbe" bekannt. Sie stammt aus dem nördlichen Pazifik vor Japan und Alaska. © AP
Diese japanische Riesenkrabbe spielt mit einem Mini-WM-Ball. Sie ist die größte lebende Krebsart. Ihre Spannweite beträgt knapp vier Meter. © dpa
Zwei Sphinx-Katzen. Sie sind eine kanadische Katzenart. Auf den ersten Blick ist die Sphinx-Katze haarlos, doch bei näherer Betrachtung ist ein zarter Flaum zu erkennen. Sie ist sehr intelligent und ihre Haut bräunt im Sommer ebenso wie die des Menschen. © AP
Die Sphinx-Katzen Hale-Bopp (links) und Beanie Baby ruhen sich bei einer Tiershow aus. © AP
Es gibt den reinrassige chinesische Schopfhund auch in der Variante „Powder Puff“ mit ganz feinem Fell. Auch dieses Exemplar wurde ebenfalls beim World's Ugliest Dog Contest in Petaluma, Kalifornien, 2007 gesehen. © AP
Dieser chinesische Schopfhund besitzt nur ein Auge und drei Pfoten. Der arme Kerl gewann 2008 den Titel des hässlichsten Hundes der Welt. Chinesische Schopfhunde gelten als verspielt, aufgeweckt und gefühlvoll. © AP
Miss Ellie ist 15 Jahre alt und blind. Beste Voraussetzungen für die reinrassige chinesische Schopfhündin, den begehrten Titel des hässlichsten Hundes der Welt abzuräumen. © AP
Der mexikanische Schwanzlurch hat eine besondere Fähigkeit: Er kann verlorene Gliedmaßen nachwachsen lassen. In ihrer Heimat gehören Axolotl zu den vom Aussterben bedrohten Tierarten. © dpa
Bei uns werden Axolotl für die Wissenschaft genutzt. An ihnen wird das Wachsen von Zellen aus dem Embionalstadium beobachtet. Die Tiere wachsen ein Leben lang, im Alter allerdings immer langsamer. © dpa
„Astaroth“ ist ein Aye-Aye-Männchen. Das Fingertier verfügt über bis zu acht Zentimeter lange Finger mit denen es sich sein Essen angelt. Fingertiere leben nur noch auf Madagaskar. © dpa
„Sam“ war drei Jahre in Folge der hässlichste Hund der Welt. Der chinesische Schopfhund wurde inzwischen eingeschläfert, seine Website gibt es aber immer noch. © dpa
Der Nacktmull lebt in Halbwüsten in Äthiopien, Kenia und Somalia und ist ein Sandgräber. Er lebt in von Weibchen geleiteten großen Kolonien. © dpa
Der Nacktmull (hier im Dresdener Zoo) gilt als das sozialste Tier der Welt, hat aber ein echtes Imageproblem wegen seines Aussehens. © dpa
Der Seeteufel (vorne) oder auch Lotte genannt lebt im nordöstlichen Atlantik und ist wegen seines weißen und festen Fleisches beliebt. Im Hintergrund ein Felsenbarsch. © dpa
Der Sternmull ist eine Maulwurfart und hat rund um seine Schnauze 22 fingerförmige Hautanhänge. Er lebt an Land, jagt aber auch im Wasser. Um seine Beute aufzuspüren, bläht er Luftblasen auf, saugt sie sofort wieder ein und nimmt so die Duftstoffe der Beute war. Dann weiß er, wohin er schwimmen muss. © Ken Catania/Nature/dpa
Dieser Kater heißt Frank bzw. Louie. Je nachdem von welcher Seite man ihm ins Gesicht schaut. Er lebt in Worcester im Bundestaat Massachusetts. © 

Das Flugtraining ist Teil der Ausbildung zum Spezialhund am Zentralen Diensthundwesen in Ahrbergen bei Hildesheim. „Lärm, Wind, Vibrationen und Kerosingeruch sind Belastungen für den Diensthund“, erklärt Polizeisprecherin Kerstin Gunther. Bei dem sogenannten Luftverlastungstraining sollen sich die Vierbeiner nicht nur an die neue Erfahrung gewöhnen. Sie lernen auch, in den startenden Hubschrauber zu springen und diesen bei der Landung rasch zu verlassen, um so schnell wie möglich mit der Sucharbeit zu beginnen.

„Die Hunde müssen zu jeder Tages- und Nachtzeit das abrufen können, was wir ihnen beigebracht haben“, sagt Ausbilder Helmut Höveling. Doch sie müssen nicht nur lernen, wie sie in oder aus Hubschraubern springen. Mehrere Wochen lang werden die Tiere in Spezialgebieten ausgebildet. So wird ihnen beigebracht, wie sie Rauschgift, Sprengstoff, Leichen oder Brandmittel erschnüffeln. 78 Prozent der Diensthunde sind allerdings Schutzhunde.

„Wir versuchen, die Ausbildung so wirklichkeitsgetreu wie möglich aufzuziehen“, sagt Höveling. „Da kommt man schon mal in vermüllte oder überhitzte Räume.“ Ziel der Ausbildung sei es, den Hunden beizubringen, mit Extremsituationen umzugehen. Dabei geht es auch darum, dass der Diensthundführer seine eigenen und vor allem die Grenzen seines Hundes kennenlernt. Dazu gehört das Flugtraining.

Nicht alle Polizeihunde müssen sich allerdings an diesem Training beteiligen. Für die Diensthunde der Bundespolizei sei es nicht mehr obligatorisch, sagt Bundespolizeisprecher Alexander Geyer. Das werde je nach Bedarf entschieden. Hunde, die bei der Bahnpolizei eingesetzt werden, lernen Geyer zufolge aber auch das Abseilen aus der Luft.

Eingesetzt werden die Tiere vor allem bei Großereignissen wie beispielsweise dem Castor-Transport. Bewähren müssen sie sich aber auch bei anderen Einsätzen. Daiko darf nun auch beim Lufteinsatz dabei sein. Trotz aller Ausbildung - geführt werden er und seine vierbeinigen Kumpel unter dem schnöden Titel „Spezialeinsatzmittel“.

dpa

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