Polizisten erschießen jedes Jahr tausende Tiere

Stuttgart - Die Polizei in Deutschland hat im vergangenen Jahr in 9336 Fällen Tiere erschossen. Rein rechnerisch sind das gut 25 jeden Tag.

Das geht aus der bundesweiten Statistik über den “polizeilichen Schusswaffengebrauch zum Töten gefährlicher, kranker oder verletzter Tiere“ hervor, die der Nachrichtenagentur dpa in Stuttgart vorlag. Im Jahr 2009 waren es deutlich weniger Fälle: In 8429 Situationen mussten die Beamten mit ihren Waffen Tiere töten.

Die schrägsten Tiere der Welt

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Der mit Abstand größte Teil hängt mit Wildunfällen zusammen: So erschießen Polizisten etwa verletzte Rehe, wenn der nächste Jäger nicht schnell genug kommen kann und sich das Tier offensichtlich bis zum Eintreffen des Waidmannes zu sehr quälen müsste.

Andere Gründe sind bissige Hunde. Erst vor einigen Tagen hatten Beamte in Niedersachsen zwei Schäferhunde getötet, die vom Grundstück des Chefs aus dem hannoverschen Rockerclub Hells Angels, Frank Hanebuth, entkommen waren. Sie hatten fünf Menschen angefallen und zwei von ihnen schwer verletzt.

Auch entlaufene Zirkustiere sind in Deutschland von Polizisten schon erschossen worden - 2009 etwa ein Braunbärin in Kassel.

dpa

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