HNA-Mitarbeiter entdeckten Pferd in Kleinwagen

Das Pony im Smart beschäftigt die Polizei - Autofahrerin meldet sich zu Wort

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Memmingen. Das Pony im Smart, das HNA-Redakteure auf dem Rückweg vom Huskies-Spiel in Kaufbeuren am Samstag auf der A96 entdeckt hatten, beschäftigt nun die Polizei.

Aktualisiert um 10.35 Uhr.

Und nicht nur die: Auch unsere Leser hatten dazu auf der Facebookseite von HNA.de eifrig kommentiert. Im Mittelpunkt stand die Frage, ob man ein solches Pferd so transportieren darf.

Christian Eckel, Sprecher beim Polizeipräsidium Schwaben Süd/West, geht von einem kurzen Transportweg aus, den das Pony im Smart zurücklegen musste, da das Fahrzeug in einem naheliegenden Bezirk zugelassen sei. Nur dann sei dieser Transport aus tierschutzrechtlicher Sicht zulässig.

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Auf längeren Strecken muss laut Eckel eine artgerechte Unterbringung in einem Anhänger mit Futter und Getränken vorhanden sein.

„Tiere gelten als Sache und somit als Ladung“, erklärt Eckel. Sie müssen verkehrssicher „verstaut“ werden und dürfen nicht unkontrolliert im Auto umherlaufen. Deswegen müssen sie mit Gurten, die es für viele Tierarten zu kaufen gibt, gesichert werden. Dies gelte für Hunde ebenso wie für das Pony.

Kommt es zum Unfall, müssen Besitzer zudem mit Versicherungsproblemen rechnen. Die Polizei wird prüfen, ob das Pony richtig gesichert war. Sollte dies nicht der Fall sein, drohen ein Bußgeld von mindestens 40 Euro und ein Punkt in Flensburg.

Auf einen Bericht von BR Schwaben meldete sich die Smart-Fahrerin nun selbst zu Wort: "Wir sind öfters zu Trainingszwecken auf der Strecke unterwegs und auch schon öfters aufgehalten worden." Bisher habe die Polizei nie etwas beanstanden können. "Ich sichere mein Pony doppelt und ihm gefällt es, da er im normalen Hänger nichts außer eine Wand sehen kann", betont die Frau. Das Mini-Pony heißt übrigens Samy und messe nicht einmal 60 Zentimeter.

Wie die Polizei mittlerweile der Allgäuer Zeitung mitteilte, werde die Behörde der Angelegenheit nicht weiter nachgehen. Das sagte Sprecher Stefan Elmer vom Präsidium in Kempten.

(dob/jbg)

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