Veterinäramt in Waldeck-Frankenberg kritisiert Transport

Pony im Smart sorgt für Diskussion - Fahrerin meldet sich

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Dieses Bild erregt die Gemüter: Ein Pony steckt in einem Smart, der am Samstag auf der A96 fuhr.

Memmingen. Das Pony im Smart, das HNA-Redakteure auf dem Rückweg vom Huskies-Spiel in Kaufbeuren am Samstag auf der A96 entdeckt hatten, beschäftigt viele Leser. Auf der Facebookseite von HNA.de wurde eifrig kommentiert, ob der Transport in Ordnung ist.

Christian Eckel, Sprecher des Polizeipräsidiums Schwaben Süd/West, ging von einem kurzen Transportweg aus. Daher sei der Transport in Ordnung. Kritischer sieht es das Veterinäramt im Landkreis Waldeck-Frankenberg, das auf den Fall aufmerksam wurde. Die amtliche Tierärztin Dr. Angela Knoche betonte am Dienstag in einer Stellungnahme, dass für den Transport von Pferden bestimmte Regeln gelten.

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So dürfe etwa die Bewegungsfreiheit nicht eingeschränkt werden, der Abstand zwischen dem Widerrist, also Übergang vom Hals zum Rücken des Tiers, und der Decke müsse mindestens 75 cm betragen und den Tieren müsse außerdem ausreichend Bodenfläche zur Verfügung stehen. Außerdem müsse die Luftzufuhr gewährleistet sein. Die Regeln für einen Transport seien in der Tierschutztransportverordnung sowie der EG-Verordnung mit der Nummer 1/2005 vorgeschrieben.

Das Bild, das die HNA-Redakteure geschossen haben, weckt Zweifel, dass dies in einem Smart der Fall ist. „Die Art der Unterbringung des Ponys im Auto und des vorhandenen Geschirrs, lässt darauf schließen, dass das Pony hier wie ein Hund gehalten wird“, schreibt Knoche.

Viele Medien haben die Geschichte inzwischen aufgegriffen, immer wieder läuten die Telefone in HNA-Redaktionen. Auf einen Bericht des Bayerischen Rundfunks meldete sich die Smart-Fahrerin nun zu Wort: „Wir sind öfter zu Trainingszwecken auf der Strecke unterwegs und auch schon öfter aufgehalten worden.“ Bisher habe die Polizei nie etwas beanstanden können. „Ich sichere mein Pony doppelt und ihm gefällt es, da es im normalen Hänger nichts außer eine Wand sehen kann“, betont die Frau. Das Mini-Pony heißt übrigens Samy und misst nicht einmal 60 Zentimeter. (ema/jbg)

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