Vier Prozent der Fahrer zu schnell

Polizei zieht positive Bilanz zum Speedmarathon in Hessen

Kassel. Die Bilanz der hessischen Polizei zum Blitzermarathon am Mittwoch fällt recht positiv aus. Nur etwa vier Prozent der Fahrer waren zu schnell unterwegs.

Gemessen wurde in Nordhessen an 52 Stellen in den Landkreisen Schwalm-Eder, Waldeck-Frankenberg, Werra-Meißner, Kassel sowie in der Stadt Kassel. Von insgesamt 17.778 gemessenen Fahrzeugen waren 724 zu schnell unterwegs. Damit bewegt sich die Zahl der Überschreitungen mit rund vier Prozent auf einem höheren Niveau als noch im Vorjahr mit drei Prozent und erneut in einem niedrigen Bereich. 

Die betroffenen Autofahrer zeigten sich laut Pressemitteilung der Polizei überwiegend einsichtig. An vielen Kontrollstellen konnten die Angehaltenen von den Beamten darüber hinaus direkt auf die Gefahren von überhöhter Geschwindigkeit und deren oft fatalen Folgen bei Unfällen hingewiesen werden. Mit 659 Verstößen lag der Großteil der Überschreitungen im Verwarngeldbereich bis 35 Euro, 56 Fahrer müssen mit einem Bußgeld rechnen, 14 droht nun ein Fahrverbot.  Für den unrühmlichen Rekord in ganz Hessen sorgte ein 21-Jähriger aus Kassel. 

Knapp 200.000 Kontrollen in ganz Hessen

In ganz Hessen sind knapp 10.000 von insgesamt 190.000 kontrollierten Verkehrsteilnehmern durch zu hohes Tempo auf den Straßen aufgefallen. Damit lag die Beanstandungsquote beim sogenannten Speedmarathon bei etwas weniger als fünf Prozent, wie Guido Rehr von der Polizei in Dillenburg am Donnerstag sagte. Die Quote sei zwar höher als im Vorjahr. Allerdings dauerte die Überwachung diesmal von 6.00 bis 22.00 Uhr, im Vorjahr dagegen rund um die Uhr. Damals lag die Quote bei 4,3 Prozent. 

Von den 10.000 erwischten Fahrern überschritten 2500 die Tempolimits um mehr als 21 km/h und bekamen dadurch Punkte und Bußgelder. Bei 7500 ging es glimpflicher mit Verwarngeldern aus. 138 Raser waren so schnell, dass sie mit einem Fahrverbot von mindestens vier Wochen rechnen müssen. Den Negativ-Rekord stellte ein Fahrer auf der B49 bei Wetzlar auf, statt mit erlaubten 80 war er mit 141 km/h unterwegs. 

Hintergrund: Eine europaweite Aktion

Die Kontrollen in Hessen waren Teil eines europaweiten Aktionstages. An 343 zuvor bekanntgegebenen Messstellen wurde das Tempo überwacht. Zu hohe Geschwindigkeit ist nach Polizei-Angaben mit deutlichem Abstand Hauptunfallursache bei Verkehrsunfällen mit Getöteten und Schwerverletzten. Polizeisprecher Rehr wertete die mittlerweile fünfte Aktion dieser Art seit 2013 als Erfolg. Polizeigewerkschaften sprachen dagegen von einer „medienwirksamen Schaufensteraktion". 

Weitere Informationen erhalten sie unter www.polizei.hessen.de und in den Social-Media-Kanälen der Hessischen Polizei. (mit dpa)

Rubriklistenbild: © Ziermann

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