Mutige Teilnehmer

Premiere in Skopje: Erste Gay-Pride-Parade zieht störungsfrei durch Stadt

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Ein Meer aus schillernden Regenbogenfarben in der Skopjeischen Innenstadt. 

In der nordmazedonischen Hauptstadt Skopje wagten am Samstag tausende Menschen einen mutigen Schritt: Sie schlossen sich einer Schwulenparade an.  

Skopje - Zum ersten Mal ist eine Schwulen-Parade am Samstag durch Nordmazedoniens Hauptstadt Skopje gezogen. Rund 1000 Teilnehmer schlossen sich dem Umzug an, mit dem Homosexuelle, Bisexuelle und Transgender das Ende ihrer Diskriminierung besonders in kleineren Gemeinden des eher konservativen Landes forderten. Begleitet von lauter Musik und Pfeifen trug die Menge eine große Regenbogenflagge durch die Innenstadt Skopjes.

Die Beteiligten trauten sich auf die Straße - obwohl sie mit Angriffen rechnen mussten

Die Teilnehmer hatten sich nicht von den Vorfällen vorangegangener Pride-Paraden in der Region einschüchtern lassen: In anderen Städten des früheren Jugoslawiens wie Belgrad, Split und Podgorica hatten Schläger-Gruppen die Umzüge angegriffen und Teilnehmer verletzt. In Skopje versammelten sich einige Hundert Kirchenbesucher nach dem Gebet zu einer „Gegen-Pride“-Demonstration und protestierten unter dem Motto „für die Familie“ etwas entfernt von der Parade. Die Polizei meldete keine Probleme.

In vielen Städten weltweit werden in diesen Tagen im Juni Paraden veranstaltet, die an die sogenannten Stonewall-Unruhen vor 50 Jahren in New York erinnern sollen. Der Aufstand nach einer Razzia in der bei Homosexuellen beliebten Bar „Stonewall Inn“ in der Christopher Street gelten als Beginn der Schwulenbewegung für Gleichberechtigung. Am Sonntag gibt es eine große Parade in New York.

Ebenfalls die erste Gay-Pride-Parade war es für die Stadt Bialystok im Nordosten Polens. Hier wurde der Marsch allerdings von rechten Parolen und Steinwürfen gestört.

dpa

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