Probebohrungen am gekenterten Säuretanker

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Gekenterter Säuretanker in St. Goarshausen

St. Goarshausen - Die Bergung des nahe dem Loreleyfelsen im Rhein gekenterten Säuretankers “Waldhof“ geht nach Abschluss der Sicherungsarbeiten in die nächste Phase.

Alles benötigte Arbeitsgerät befinde sich am Schiff, am Nachmittag wurden die Säuretanks planmäßig zu Messungen angebohrt, sagte ein Sprecher der Einsatzleitung am Mittwoch in St. Goarshausen. Mit Hilfe der Probebohrungen soll festgestellt werden, ob hoch konzentrierte Schwefelsäure an Bord in Kontakt mit Flusswasser gekommen ist und sich dadurch explosives Wasserstoffgas in den Säuretanks gebildet hat.

Rhein-Unfall: Säure-Tanker kentert an Loreley

Ein mit 2400 Tonnen Schwefelsäure beladenes Tankschiff ist am Donnerstag auf dem Rhein bei St. Goarshausen gekentert. Zwei Besatzungsmitglieder werden vermisst. Die Schifffahrt wurde gesperrt. © ap
Ein mit 2400 Tonnen Schwefelsäure beladenes Tankschiff ist am Donnerstag auf dem Rhein bei St. Goarshausen gekentert. Zwei Besatzungsmitglieder werden vermisst. Die Schifffahrt wurde gesperrt. © dpa
Ein mit 2400 Tonnen Schwefelsäure beladenes Tankschiff ist am Donnerstag auf dem Rhein bei St. Goarshausen gekentert. Zwei Besatzungsmitglieder werden vermisst. Die Schifffahrt wurde gesperrt. © dpa
Ein mit 2400 Tonnen Schwefelsäure beladenes Tankschiff ist am Donnerstag auf dem Rhein bei St. Goarshausen gekentert. Zwei Besatzungsmitglieder werden vermisst. Die Schifffahrt wurde gesperrt. © dpa
Ein mit 2400 Tonnen Schwefelsäure beladenes Tankschiff ist am Donnerstag auf dem Rhein bei St. Goarshausen gekentert. Zwei Besatzungsmitglieder werden vermisst. Die Schifffahrt wurde gesperrt. © dpa
Ein mit 2400 Tonnen Schwefelsäure beladenes Tankschiff ist am Donnerstag auf dem Rhein bei St. Goarshausen gekentert. Zwei Besatzungsmitglieder werden vermisst. Die Schifffahrt wurde gesperrt. © dpa

Laut Einsatzleitung kommt dabei eine “spezielle Bohrtechnik mit ständiger Kühlung“ zum Einsatz. Ein Sprecher des Wasser- und Schifffahrtsamtes sagte, auf den beiden Schwimmpontons, von denen aus die Arbeiten durchgeführt werden, befinde sich auch Stickstoff, der als sogenanntes Spülgas zum Einsatz kommen könnte. Gegebenenfalls solle durch das Einleiten des schwereren Stickstoffs in ein Bohrloch in den Tanks befindlicher Wasserstoff durch ein zweites höher gelegenes Bohrloch herausgedrückt und die Explosionsgefahr so gebannt werden.

Auch Pumpen sind bereits am Wrack, um die Ladung in die Tanks eines bereitstehenden mehrgliedrigen Schubverbandes abzupumpen. Wegen der Arbeiten am Schiff sind die Bundesstraßen 42 und 9 seit Mittwochmorgen gesperrt. Auch auf der rechtsrheinischen Bahntrasse wurde der Zugverkehr eingestellt. Auch der Rhein, auf dem bislang Schiffe stromaufwärts fahren durften, ist wieder voll gesperrt.

dapd

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