Seit Tagen kein Lebenszeichen

Protest gegen Pelzmode: Das bewegende Schicksal von Fuchs Kimi

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Helsinki/ Hamburg. Die traurige Geschichte von Kimi bewegt weiter das Internet. Doch was ist mit dem kleinen weißen Fuchs? Lebt Kimi noch? Oder wurde sein Fell längst zu einem modischen Accessoire in Form eines Pelzkragens verarbeitet? Diese Fragen beschäftigen die Unterstützer der Anti-Pelz-Kampagne „Save Kimi".

Auch die Tierschutzorganisation „Vier Pfoten“ hat keine neuen Nachrichten von dem Fuchs. Die internationale Organisation mit Sitz in Hamburg ist verantwortlich für die Kampagne. Zuletzt wurde Kimi vor wenigen Tagen lebend auf einer Pelzfarm in Finnland gesehen. Ende Oktober hat dort die Schlachtsaison begonnen. Das Fell der Tiere wird dann von der Modeindustrie verarbeitet.

„Es sind Tierschützer vor Ort, die uns Material zuspielen“, sagt Melitta Töller, Sprecherin von „Vier Pfoten“. Sobald es etwas Neuigkeiten von dem Fuchs gibt, werden die auf seiner eigenen Facebook-Seite veröffentlicht.

Auf den Farmen in Finnland werden zwei Millionen Füchse gehalten. „Da dort so viele Tiere geschlachtet werden, gibt es die Chance, dass Kimi noch lebt“, sagt Töller.

Hier können Sie gegen Pelzmode unterzeichnen

Betrieben werden die Käfiganlagen größtenteils für die Mode-Firma Sagafurs. Das Fell der Füchse wird unter anderem an die Marke Burberry geliefert. Seit Anfang Oktober protestieren Unterstützer von „Save Kimi“ (deutsch: „Rettet Kimi“). vor Läden der britischen Modemarke – und das europaweit. Am Dienstag gab es Proteste in London. In der kommenden Woche sind Aktionen in Wien geplant. Die passenden Kimi-Masken und Transparente für den Protest gibt es auf der Internetseite von „Vier Pfoten“ zum Herunterladen.

„Unser Ziel ist es, mit Burberry ins Gespräch zu kommen“, sagt Töller. Bisher ignoriert das Unternehmen die Kampagne. Und das, obwohl die Aktion im Internet große Wellen schlägt (Hintergrund). „Wir hoffen immer noch, dass Burberry sich mit uns an einen Tisch setzt und wir eine Lösung finden“, sagt Töller.

„Save Kimi“ ist nicht die erste Anti-Pelz-Kampagne der Tierschützer, jedoch die, die die meisten Menschen bewegt. „Das liegt unter anderem daran, weil wir dem Protest mit Kimi eine Persönlichkeit verliehen haben“, sagt die Tierschützerin, „Wir hoffen wirklich sehr, dass er noch lebt.“ (vko)

Kimi-Masken zum Basteln gibt es hier.

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