Proteste bei Strauss-Kahn-Auftritt an Uni Cambridge

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"Die Opfern von Vergewaltigungen bekommen nicht die Möglichkeit, sich hier zu äußern" steht auf einem Plakat der Anti-DSK-Demonstranten in Cambridge 

London/Cambridge - Ein Auftritt des früheren IWF-Chefs Dominique Strauss-Kahn an der Universität Cambridge hat Proteste von Studenten ausgelöst.

Während des Vortrags von Strauss-Kahn vor dem Debattierclub der Uni am Freitagabend gab es ein Gerangel zwischen der Polizei und den Demonstranten. Eine 19 und eine 23 Jahre alte Frau seien festgenommen worden, sagte ein Polizeisprecher. Bereits am Nachmittag hatte die Polizei anrücken müssen, weil an einem der Uni-Gebäude Graffiti gegen den Auftritt Strauss-Kahns gesprüht worden war. Es gab zwei Festnahmen.

Rund 150 Demonstranten versammelten sich vor der Uni, nachdem sie vorher durch die Stadt gezogen waren. Organisiert worden war der Protest von der Frauengruppe des Studentenwerks.

Zu dem Vortrag zum Thema Wirtschaft waren Hunderte Studenten gekommen. Journalisten durften nicht in den Saal, Strauss-Kahn ging durch einen Seiteneingang in das Gebäude. Sicherheitsleute sorgten dafür, dass niemand in den Saal kam.

Die Affäre Strauss-Kahn: Ein Sex-Krimi in Bildern

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In Frankreich steht Strauss-Kahn unter dem Verdacht, als regelmäßiger Kunde von Prostituierten bei gesponserten Sex-Partys an bandenmäßiger Zuhälterei beteiligt gewesen zu sein. Im droht ein Verfahren.

Eine weitere Sex-Affäre hatte 2011 Aufsehen erregt und ihn den Job gekostet. Nach Vergewaltigungsvorwürfen eines New Yorker Zimmermädchens musste er nicht nur den IWF-Chefposten, sondern auch seine Hoffnungen auf die Präsidentschaftskandidatur der französischen Sozialisten aufgeben. Die US-Justiz stellte das strafrechtliche Verfahren zwar wegen Zweifeln an der Glaubwürdigkeit der Frau ein, eine zivilrechtliche Klage ist aber noch anhängig.

dpa

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