Elf Jahre Haft

Prozess um Mord ohne Leiche: Gericht verurteilt Ehemann wegen Totschlags

Wiesbaden. Urteil in einem spektakulären Prozess Indizienprozess: Der Ehemann der im Februar 2014 verschwundenen Britta B. soll wegen Totschlags für elf Jahre ins Gefängnis.

Obwohl ihre Leiche nie gefunden wurde, sahen die Richter des Landgerichts Wiesbaden es als erwiesen an, dass Emmanuel B. seine Frau in ihrer gemeinsamen Villa in Schlangenbad getötet hatte. Die Verteidiger des 40-jährigen Geschäftsmannes hatten auf Freispruch plädiert: Es gebe kein Motiv, die Ermittlungen seien einseitig geführt worden.

Der Prozess hatte bundesweit für Aufsehen gesorgt, denn der Mann legte kein Geständnis ab, der Prozess musste sich allein auf Zeugen und Beweismittel stützen. Eine Vielzahl von Indizien hatte den Verdacht erhärtet, Emmanuel B. habe seine Frau umgebracht. Der wohl belastendste Beweis war ein Elektrogerät zum Sägen und Schneiden, an dem Blut der Vermissten und DNA-Material ihres Ehemanns gefunden wurden. Dieser habe außerdem vor dem angenommenen Tatzeitraum im Internet mit Begriffen wie "Knochen zersägen" oder "würgen" nach Informationen gesucht.

Von Wolfgang Degen und Barbara Will

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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