Prozess um versuchten Kunstdiebstahl in Nürnberg

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Die angeklagten Studenten sollen laut Anklage im Juli 2014 betrunken über ein Baugerüst in das Germanischen Nationalmuseum in Nürnberg eingestiegen sein. Dort sollen sie versucht haben, ein Nolde-Bild zu stehlen.

Nürnberg - Zu Beginn des Prozesses um einen versuchten Kunstdiebstahl im Germanischen Nationalmuseum in Nürnberg haben sich die beiden 23 und 24 Jahre alten Angeklagten reumütig gezeigt.

"Das war eine Riesendummheit und der größte Fehler meines Lebens", sagte der jüngere der beiden Männer am Dienstag vor dem Landgericht Nürnberg-Fürth. Die Studenten sollen laut Anklage im Juli 2014 betrunken über ein Baugerüst in das Museum eingestiegen sein. Dort sollen sie versucht haben, das Bild "Herr und Dame" von Emil Nolde zu stehlen - es hat einen Wert von etwa 900 000 Euro.

Die beiden Erlanger bestätigten vor Gericht die Vorwürfe. Bereits nach ihrer Festnahme hatten sie dem Haftrichter erklärt, der Einbruch sei eine Schnapsidee gewesen, die aus der Euphorie der Weltmeisterschafts-Feier entstanden sei. Weil sie bei ihrem Einstieg den Alarm des Museums auslösten, konnte die Polizei sie noch auf dem Gelände stellen.

Zu ihren Motiven machten die Studenten nur vage Angaben: "Es war spannender als ein Museumsbesuch bei Tag", sagte einer der Männer. Auch eine Vorstellung, was sie mit dem gestohlenen Bild machen würden, gab es laut ihrer Aussage nicht. "Ich hatte keine Ahnung, wie ich das Bild mit öffentlichen Verkehrsmitteln - mit denen ich in Nürnberg war - nach Hause bringen wollte und was ich dort damit gemacht hätte", erklärte der 23-Jährige. Den Männern drohen bis zu zehn Jahre Haft. Das Urteil sollte möglicherweise noch am Dienstag ergehen.

dpa

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