Prozessauftakt gegen falschen Arzt

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Vor dem Amtsgericht Paderborn muss sich ein falscher Arzt verantworten. Er ist unter anderem wegen Urkundenfälschung und gefährlicher Körperverletzung angeklagt. Foto: Uli Deck/Symbolbild

Paderborn (dpa) - Drei Tage soll er als Arzt auf einer Rettungswache gearbeitet haben, obwohl er kein Mediziner ist. Am Amtsgericht Paderborn hat am Vormittag ein Prozess gegen einen 33-jährigen Mann begonnen. Er ist unter anderem wegen Urkundenfälschung und gefährlicher Körperverletzung angeklagt.

Als Arzt soll er in einer Rettungswache in Delbrück (Nordrhein-Westfalen) vier Patienten behandelt haben. Dabei kann er lediglich eine nicht zu Ende gebrachte Ausbildung als Krankenpfleger vorweisen. Gesundheitlichen Schaden habe keiner der Patienten genommen. An den Job soll er mit falschen Zeugnissen über eine Vermittlungsagentur gekommen sein.

Gegenüber der Staatsanwaltschaft hatte der Mann die Vorwürfe weitgehend eingeräumt. Der Richter geht davon aus, dass schon am ersten Prozesstag in dem Fall entschieden werden kann.

Im Raum stehen weitere Vorwürfe: Der Angeklagte aus Bochum soll schon zuvor mehrere Jahre ohne Fachabschluss als Intensivpfleger gearbeitet haben. Die Staatsanwaltschaft Bochum untersucht diesen Verdacht noch.

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