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Psychologin warnt vor „irreversiblen Schäden“ bei Kindern, die zu früh in die Kita kommen

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Ein weinendes Kind.
Wenn kleine Kinder zu früh in die Kita kommen, können sie psychologische Schäden davontragen. © IMAGO / Panthermedia

Für viele Eltern geht es nicht anders: Sie bringen ihre Kinder schon früh in die Kita. Das kann möglicherweise ernsthafte Schäden haben, so die Psychologin Stefanie Stahl.

Viele Eltern versuchen sich, mithilfe von Erziehungsratgebern bestmöglich auf die Zeit nach der Geburt vorzubereiten. Experten haben schließlich auch zahlreiche mehr oder weniger gute Ratschläge, wie man ein Kind auf sein Leben vorbereitet. So rät etwa eine Pädagogin, dass Eltern Babys vor dem Wickeln um Erlaubnis fragen sollen*.

Auch Stefanie Stahl ist Expertin für Heranwachsende - sie ist Psychologin, Therapeutin und Autorin. In ihrem Buch „Das Kind in dir muss Heimat finden“ schreibt sie über die Entwicklung des Gehirns im Kindesalter. Das Werk ist schon seit einigen Jahren auf der Spiegel-Bestsellerliste. Kein Wunder, denn viele der Erkenntnisse aus ihrem Buch bewegen Eltern. Sie sorgen sich beispielsweise darum, ob sich Kinder normal verhalten oder ob sie besondere Förderung brauchen. Viele Eltern fragen sich auch, ob sie ihre Kinder vernachlässigen, wenn sie sie in eine Betreuung wie die Kita geben.

Zu früh in die Kita: Das ist die Gefahr

In einem Interview mit FOCUS online berichtet die Psychologin, wieso die Entwicklung des kindlichen Gehirns so wichtig für ein glückliches Leben ist. Vor allem im ersten Lebensjahr, so Stahl, werde das Gehirn geprägt. Es gehe in dieser Zeit vor allem um das Gefühl von Sicherheit. Stress könnten Babys noch nicht selbst regulieren. Wenn aber die engsten Bezugspersonen – in der Regel die Eltern – das Kleinkind auf den Arm nähmen, trösten und streicheln, schütte das Gehirn beruhigende Hormone aus und der Stress nehme ab.

„Nur mit Mama und Papa spurt sich das Gehirn ein und das Kind bekommt Sicherheit“, so die Psychologin und Therapeutin. Es entstehe ein Urvertrauen, das auch das spätere Leben prägt. Menschen, die dieses Urvertrauen nicht in jüngster Kindheit bekommen, sind leichter gestresst und glauben weniger daran, dass sie den Menschen in ihrem Umfeld vertrauen können.

Stefanie Stahl sei deswegen davon überzeugt: Wenn Kinder im ersten Lebensjahr zu lange und zu früh in die Kita kommen, kann das schädlich sein. Zu den Erziehern hätten sie keine so enge Bindung wie zu den Eltern. Deswegen könne sich das Gehirn bei Stress schlechter „runterregulieren“, diese Kinder seien also auch später öfter gestresst. Auch ein anderer Pädagoge warnt vor den negativen Auswirkungen, bestimmter Erziehungsmethoden. Laut ihm würden aktuelle viele Eltern ihre Kinder zu „aufgeweichten Jammergestalten“ erziehen. *Merkur.de und BW24 sind ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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