Nach verpatzter Premiere

Quizduell auf Sparflamme: Auch bei zweiter ARD-Show funktionierte App nicht

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Jörg Pilawa am Dienstagabend bei der Sendung „Quizduell“: Nach den technischen Problemen am Montag stieg die ARD selbstironisch in die neue Folge ein. „Mediales Desaster“ nannte Pilawa das. Archivfoto: ard

Hamburg. Beim ersten Mal tat es noch weh, beim zweiten Mal nicht mehr so sehr: In der zweiten Sendung des neuen ARD-Ratespielformats „Quizduell“ klappte am Dienstag manches besser als bei der Premiere. Doch die Beteiligung der Zuschauer zu Hause über eine Handy-Anwendung funktionierte weiter nicht.

Aktualisiert um 9.26 Uhr.

Die Premiere am Montagabend erlebten viele Zuschauer als ein Desaster: Schon zu Beginn der Sendung fand Moderator Jörg Pilawa die Moderationskarte mit den Fragen nicht. Ein böses Omen für eine Sendung, in der vieles nicht funktionierte. Schon nach der ersten Frage streikte die Technik. Die Ergebnisse der Zuschauer, die über die Handy-App von zu Hause aus mitspielen sollten, kamen nicht im Studio an. Die App zeigte während der Sendung eine Fehlermeldung an (Foto rechts).

In der zweiten Sendung am Dienstagabend war die Karte mit den Moderationsfragen dann sofort zur Hand. Das Publikum im Studio ersetzte - wie schon am Montag - das Fernsehpublikum und spielte über Abstimmgeräte gegen die Kandidaten im Studio.

Während der ersten Show hatte Pilawa noch mehrfach betont, dass ein Hacker Schuld an den Problemen gewesen sei. Am Dienstag hingegen räumte er ein, dass dies nicht das einzige technische Problem gewesen sei. Möglicherweise, so vermuten Beobachter, war die ARD überrascht, dass von den Millionen, die beim Quiz mitspielen, es viele tatsächlich taten.

Die Redakteure der Sendung machten aus ihrer Not eine Tugend und zeigten zu Beginn der zweiten Sendung einen selbstironischen Einspieler und thematisierten auch die Häme, die sie einstecken mussten. Ob es in der dritten Folge am Mittwoch um 18 Uhr mit der Beteiligung der Zuschauer dann endlich klappt: Pilawa wusste es noch nicht.

Hintergrund: Millionen spielen Quizduell

Das „Quizduell“ gibt es als Anwendung für das Handy (App) schon länger. Der Nutzer kann über sein Gerät gegen menschliche Mitspielerantreten und muss in verschiedenen Kategorien mehr Fragen richtig beantworten als ein ausgewählter oder zufälliger Kontrahent. Die Anwendung wurde bisher mehr als 23 Millionen Mal heruntergeladen. Spieler können eigene Fragen einreichen, derzeit sind es 27 000.

Die ARD hat weltweit erstmalig eine TV-Adaption gewagt und versucht, eine direkte Beteiligung der Zuschauer zu ermöglichen.

Von Sina Beutner

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