Rabatte im SSV fallen diesmal besonders üppig aus

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Gute Zeiten für Schnäppchenjäger: Sie können sich auf besonders hohe Preisnachlässe freuen. Die Sommermode muss raus, weil die Herbstkollektionen anrollen.

Die Rabatte im Sommerschlussverkauf (SSV) fallen einer Umfrage zufolge dieses Jahr besonders üppig aus. Fast jeder zweite Einzelhändler erwarte Rabatte zwischen 30 und 60 Prozent, teilte die Prüfungs- und Beratungsgesellschaft Ernst & Young mit. Vor einem Jahr ging nur jeder sechste Einzelhändler von Preisnachlässen in dieser Größenordnung aus. Im Durchschnitt werden für den SSV 2013 Rabatte in Höhe von 27 Prozent vorhergesagt.

Damit liegt die durchschnittliche Rabattprognose rund ein Drittel höher als 2012. Ernst & Young ließ Anfang Juli Manager von 120 Handelsunternehmen unterschiedlicher Umsatzgrößen befragen. Bei Schuhen, Mode und Sportartikeln winken Schnäppchenjägern der Händlerumfrage zufolge die höchsten Nachlässe, die im Schnitt auf 29 beziehungsweise 28 Prozent geschätzt werden. Aber auch bei Wohnaccessoires, Unterhaltungselektronik und Haushaltsgeräten sowie Baumarktartikeln und Gartenbedarf werden im Schnitt mehr als 20 Prozent auf SSV-Ware von den Managern erwartet.

„Wegen der kühlen und nassen Witterung im Frühling und Frühsommer liefen die Geschäfte vor allem im Textilhandel deutlich schlechter als erwartet“, erklärte Handelsexperte Thomas Harms von Ernst & Young. Die Lager seien jetzt noch gut gefüllt mit Sommerware, die jetzt dringend raus müsse. Der traditionelle SSV beginnt am 22. Juli. Die Händler sind aber nach Gesetzesänderungen seit langem nicht mehr an den Termin gebunden. Zahlreiche Modehändler setzten wegen schwacher Nachfrage schon vor Wochen den Rotstift an Preisschildern an und warben mit „Sale“ im Schaufenster. Die Bundesverbände des Deutschen Textileinzelhandels (BTE) und des Deutschen Schuheinzelhandels (BDSE) empfehlen ihren Fachhändlern, sich am SSV als Abschlussaktion der Saison zu beteiligen. Dabei seien wieder Reduzierungen von bis zu 70 Prozent in der Spitze zu erwarten. Die Lager müssten jetzt geräumt werden, weil die neue Herbstware bereits in die Geschäfte dränge. (dpa)

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