Wer, wann, wie lang?

So viel Radio hören wir täglich

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Die Deutschen schalten jeden Tag rund drei Stunden den Radio ein.

Frankfurt - Gegen Internet, Smartphones und Fernsehen kann sich das gute, alte Radio auch weiterhin behaupten, wie eine neue Media-Analyse zeigt. Wer wann und wie lange täglich einschaltet:

Nach Rekordzahlen im vergangenen Jahr pendelt sich die Beliebtheit der Wellen auf einem hohen Niveau ein, wie aus der jüngsten Media-Analyse hervorgeht. Sie misst zweimal im Jahr die Radionutzung in Deutschland. Demnach hören vier von fünf Menschen (79,7 Prozent) ab zehn Jahren an Werktagen Radio, das sind täglich 58,47 Millionen Hörer. Durchschnittlich bleibt jeder Mensch in Deutschland 197 Minuten dran (2012: 199 Minuten), wie die Arbeitsgemeinschaft Media-Analyse (agma) am Mittwoch in Frankfurt mitteilte.

„Nachdem die Radioreichweiten in den vergangenen Jahren in allen Altersgruppen stetig stiegen, konsolidieren sich die Werte jetzt auf hohem Niveau“, sagte Dieter K. Müller, agma-Vorstand Radio. Die Radioreichweiten erreichten den zweithöchsten Wert seit sieben Jahren.

Wer hört am meisten?

Männer hören demnach werktags im Schnitt länger Radio als Frauen (210/184), Berufstätige drehen ihr Radio zudem länger auf als Menschen ohne Arbeit (231/171). Die stärksten Radiohörer finden sich in der Altersgruppe der 30- bis 59-Jährigen (229 Minuten), Rentner hören an Werktagen 191 Minuten zu, bei den 10 bis 29 Jahre alten Menschen in Deutschland liegt die Radio-Dauer im Schnitt bei 138 Minuten. Am beliebtesten ist das Radio laut ma-Studie werktags zwischen 07.00 und 08.00 Uhr morgens.

So wirkt Musik auf unseren Körper

Musikwirkung auf den Körper
Elektropop (z.B. Lady Gaga, Alejandro):  Bei einem Tempo über 72 bmp haben Musikstücke insbesondere auf Frauen aufputschende Wirkung. Frequenz: 80 Hz. © dpa
Musikwirkung auf den Körper
Rock/Pop (z. B. U2 – Beautiful Day): Gut für Männer, da sie häufig zu höheren Blutdruck als Frauen neigen. Ihre Leistung wird durch hohe motorische Erregung beeinträchtigt. Aus diesem Grund führen bei Männern tendenziell ruhigere, fließende Klänge zu einer Steigerung der Leistungsfähigkeit. Frequenz: unter 72 Hz. © dpa
Musikwirkung auf den Körper
Akustik/Folk/Blues (z. B. Jack Johnson – Wasting Time): Ruft stärkste Reaktion des Körpers hervor, da das Tempo einem verlangsamten Herzrhythmus ähnlich dem Schlafzustand entspricht. Dabei kommt es beim Zuhörer zur größten Entspannung, zur Beruhigung der Atmung und zur Entkrampfung der Muskulatur. Frequenz: 60 Hz. © dpa
Musikwirkung auf den Körper
Klassik (z. B. Wolfgang Amadeus Mozart – „Lacrimosa“ aus dem Requiem):  Die klassischen Klänge im langsamen Tempo helfen bei Schlafstörungen und lösen körperliche Verspannungen. Daher wird heute häufig in Zahnarztpraxen oder OP-Sälen klassische Musik zur präoperativen Angstreduktion der Patienten abgespielt. Frequenz: 65 Hz. © dpa
Musikwirkung auf den Körper
Oper (z. B. Guiseppe Verdi – „Triumphmarsch“ aus der Aida): Kann die Konzentrationsfähigkeit fördern und sich positiv auf den Blutdruck auswirken. So führte Verdis emotional mitreißende Opernmusik aus Aida in wissenschaftlichen Untersuchungen zu einer Blutdrucksenkung um durchschnittlich 5 mmHg bei den Zuhörern. Frequenz: 100 Hz. © dpa
Musikwirkung auf den Körper
Heavy Metal (z. B. Metallica – Enter Sandman): Das Lied beschleunigt die Herz-Kreislauf-Aktivität, da das Tempo dem Herzschlag während höherer Belastungen entspricht. Daher kommt es zu einer aufputschenden Wirkung. Frequenz: über 120 Hz. © dpa
Musikwirkung auf den Körper
Hard Rock (z. B. AC/DC – Highway To Hell): Hard Rock-Musik im schnellen Tempo wie dieser Klassiker kann zum Abbau von Aggressionen beitragen und helfen, Ängste und Frustrationen zu überwinden. Frequenz: im Mittel bei ca. 120 Hz. © dpa
Musikwirkung auf den Körper
Latino-Pop (z. B. Shakira – Waka Waka): Der beschwingte, lateinamerikanische Rhythmus im schnellen Tempo bringt das Herz-Kreislauf-System in Schwung und kann helfen, melancholische Augenblicke zu überbrücken. Frequenz: ca. 125 Hz. © dpa
Musikwirkung auf den Körper
Chanson (z. B. Beispiel: Udo Jürgens – Aber bitte mit Sahne): Hat einen anregenden Effekt, hilft gegen Müdigkeit. Hat eine Stimmung-aufhellende Wirkung und verbessert die Leistungsfähigkeit. Frequenz: 120 Hz. © dpa
Musikwirkung auf den Körper
Schlager (z. B. Jürgen Drews – Ein Bett im Kornfeld): Das mittlere Tempo erzeugt Ausgeglichenheit und hilft gegen Stress-Symptome. Kann darüber auch motivationssteigernd wirken. Frequenz: 110 Hz. © dpa

Die Arbeitsgemeinschaft Media-Analyse, ein Zusammenschluss von Unternehmen aus Medien- und Werbewirtschaft, befragt für die Erhebung mehr als 65 700 deutschsprachige Menschen ab zehn Jahren nach ihrer Radionutzung; dabei wird die Nutzung von mehr als 100 Radiosendern erhoben. Die Ergebnisse sind wichtig zur Ermittlung der Werbepreise der einzelnen Stationen. Die detaillierten ma-Resultate zu einzelnen Sendern werden am 6. März (09.00 Uhr) veröffentlicht.

dpa

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