Rätselhafter Lichtschweif versetzt Bürger in Aufregung

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Eine in Donaueschingen am Heiligabend (24.12.2011) gemachte Aufnahme zeigt ein rätselhaftes Leuchten am Himmel. Auch in Hessen und Nordrhein-Westfalen beobachteten Menschen einen hellen Schein.

Berlin - Ausgerechnet an Heiligabend versetzte ein heller Lichtschweif am Himmel über Deutschland tausende Bürger in Aufregung. Viele riefen bei Radiosendern an. Doch was hatte es mit dem Leuchten auf sich?

In weiten Teilen Deutschlands haben Menschen an Heiligabend einen rätselhaften Lichtschweif am Himmel beobachtet. Aufgeregt riefen zum Beispiel beim Radiosender Antenne Thüringen viele Hörer an und berichteten von dem Phänomen. Augenzeugen sagten, sie hätten gegen 17.30 Uhr drei glühende Streifen gesehen mit einem breiten Schweif, der sich dann in mehrere Teile zerstreut habe. Auch in Hessen und Nordrhein-Westfalen sprachen Menschen von dem hellen Schein.

Beschrieben und gefilmt wurde ein „flach dahinrasender Feuerball mit gewaltigem Schweif, aus dem sich viele Funken lösten“. Die Erscheinung konnte bis zu 30 Sekunden beobachtet werden, und noch einmal 20 bis 30 Sekunden war ein verwehender Rauchschweif zu sehen. Um was es sich genau handelte, blieb zunächst unklar.

„Ganz toll, es war sehr beeindruckend“, sagte eine Hörerin. Eine andere Hörerin meinte: „Auch wir haben das Lichtspektakel gesehen, auf dem Heimweg von der Kirche. Unsere Tochter fand es wie eine Kutsche vom Weihnachtsmann mit Elchen.“

Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt glaubt an Meteor

Das Lagezentrum im Thüringer Innenministerium in Erfurt bestätigte, es habe eine Erscheinung am Himmel gegeben, die auch in anderen Bundesländern zu sehen gewesen sei. Auf einen Flugzeugabsturz gebe es keine Hinweise. Der Sprecher des Lagezentrums sprach von einem hellen Schein in einem orangefarbenen Ton - ähnlich einer Sternschnuppe, aber größer und länger andauernd.

In Internetforen wurde diskutiert, ob es sich um Teile der Sojus-Rakete handeln könnte, die am Mittwoch vom Weltraumbahnhof Baikonur in Kasachstan abgehoben war und die drei Männer zur Internationalen Raumstation ISS brachte.

„Die Vermutung liegt nah, dass es sich um einen Meteoriten gehandelt haben könnte, aber das ist unbestätigt“, sagte Andreas Schütz, Sprecher des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt DLR, am Sonntag der Nachrichtenagentur dpa. Es sei aber auch nicht ausgeschlossen, dass es Weltraumschrott gewesen sein könnte. 

60 bis 70 Tonnen Weltraumschrott erreichten jährlich die Erde. „Im Gegensatz dazu mehrere hundert Tonnen Gesteinsmaterial - das heißt, dass Meteoriten natürlichen Ursprungs wiedereintreten und deshalb liegt auch die Vermutung nah - unbestätigt, dass es sich um einen Meteoriten gehandelt hat“, sagte Schütz.

dpa/dapd

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