Raketen, Karpfen, Sekt: Wissenswertes zur Silvesterparty

Eitdorf/Köln. Feuerwerkskörper stammen zum großen Teil aus Fernost. Worauf Sie beim Kauf unbedingt achten sollten, lesen Sie hier. Außerdem: Bedrohter Lachs, beliebter Sekt und besonderer Karpfen.

Groß soll es sein, bunt und laut: das Feuerwerk an Silvester. Die „Oh“ und „Wow“-Effekte dürfen nicht ausbleiben, Knallfrösche sind ebenso begehrt wie zischende Raketen, die am Himmel ihre volle Farbenpracht entfalten. Jährlich werden in Deutschland am Silvesterabend Böller und Raketen im Wert von mehr als 100 Millionen Euro gezündet, ein großer Teil der Feuerwerke stammt dabei aus China. Hierzulande gibt es nur noch wenige Hersteller, der größte und europaweit führende ist die Weco Pyrotechnische Fabrik GmbH in Eitdorf nahe Köln.

Deren neuste Kreationen sind bei der alljährlichen Feuerwerksveranstaltung „Kölner Lichter“ zu sehen. Getestet werden dort auch Entwicklungen, die nur von ausgebildeten Pyrotechnikern verwendet werden dürfen – und später so abgewandelt werden, dass sie auch der Endverbraucher nutzen kann. Bevor Neuentwicklungen den Markt erreichen, muss geprüft werden, ob sie korrekt funktionieren und den europäischen Normen entsprechen. Zuständig dafür ist die Bundesanstalt für Materialforschung und-prüfung in Berlin (BAM).

Diese Abkürzung dient gleichzeitig als Zulassungszeichen: Steht das auf den Böllern, sind sie sicherheitsgeprüft. Ebenfalls geprüft sind die Feuerwerkskörper mit der CE-Kennung des TÜVs. Die Grundzutat der meisten Feuerwerkskörper ist Schwarzpulver: Kaliumnitrat, Holzkohle und Schwefel lassen es knallen und leuchten. Zudem dienen sie beim Schwarzpulver als Oxidationsmittel und Brennstoff: Das Kaliumnitrat stellt den Sauerstoff für die Verbrennung zur Verfügung, Holzkohlepulver und Schwefel sorgen dafür, in Verbindung mit dem Oxidationsmittel eine hohe Temperatur zu erzeugen.

Die dadurch angeregten Atome der Farbgeber fallen laut einem Chemie-Magazin nach kurzer Zeit wieder in ihren Grundzustand zurück und strahlen dadurch Licht in unterschiedlichen Farben aus. (cow)

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Lachs

Auf der Liste der beliebtesten Speisefische steht der Lachs an dritter Stelle. Aber wer ihn auftischen will, sollte auf seine Herkunft schauen. Die Bestände im Atlantik schwinden, dort dürfen nur 5000 Tonnen pro Jahr abgefischt werden. Aus dem Nordpazifik werden 800 000 Tonnen Lachs geholt. Zuchtlachs stammt oft aus Nowegen, Irland und Schottland. Doch die Fischfarmen sind ökologisch problematisch. Verbraucher sollten auf das Biosiegel bei Zuchtfisch und das MSC-Siegel bei Wildlachs achten. (wll)

Sekt

Von den 340 Millionen Litern Schaumwein, die sich die Deutschen im Jahr genehmigen, dürfte ein großer Teil an Silvester konsumiert werden. Fast jeder Zweite, greift dabei zu Flaschen von Rotkäppchen-Mumm: Die Sektkellerei aus Freyburg/Unstrut ist mit einem Marktanteil von 49 Prozent in Deutschland Nummer eins vor den Konkurrenten Henkell & Co und Schloss Wachenheim. Die Sektlaune findet auch das Finanzamt prickelnd: Der Staat kassiert pro Flasche 1,02 Euro Sektsteuer.

Karpfen

Für viele gehört der Karpfen zu Silvester wie die Böller. Etwa 7,2 Tonnen der Süßwasserfische verputzen die Deutschen im Jahr, 5,5 Tonnen davon stammen aus heimischen Teichen, vor allem aus Bayern, Importfisch komt oft aus Tschechien. Wer den Traditionskarpfen auf die Menükarte setzt, muss mit Preisen von sechs bis sieben Euro pro Kilo rechnen Vielleicht lässt sich diese Ausgabe ja wieder hereinholen: Eine Schuppe vom Silvesterkarpfen im Portemonnaie soll Glück und Geld im neuen Jahr bringen.

Rubriklistenbild: © dpa

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