Rechte an Demo in Leck beteiligt

Leck - In Leck sorgt eine Demonstration gegen einen verurteilten Sexualstraftäter für Aufregung. An der Veranstaltung nahmen auch Rechtsradikale teil. Sie versuchten, die Wohnung des Täters zu stürmen.

Bei der gewalttätigen Demonstration gegen einen verurteilten Sexualstraftäter im nordfriesischen Leck waren auch Rechtsradikale beteiligt. Dies bestätigte die Flensburger Staatsanwaltschaft am Mittwoch. Die Polizei werte derzeit ein Video der Demonstration und eigene Beobachtungen aus und überprüfe Namen, sagte Oberstaatsanwältin Ulrike Stahlmann-Liebelt. Auf dem Video sehe es so aus, als wenn eine Frau das Kommando gebe. Ob diese dem rechtsextremen Spektrum zuzuordnen sei, könne sie aber nicht sagen.

Im Internet schrieb eine rechte Gruppierung auf ihrer Homepage, sie habe an der Demonstration teilgenommen und auch eine Rede verfasst. Die Stürmung der Wohnung des 18-jährigen Sexualstraftäters sei “leider“ nicht geglückt. Auf der Demonstration sollen laut Medienberichten auch Flugblätter der NPD verteilt worden sein.

Der 18-jährige war noch als Minderjähriger Ende Januar vom Amtsgericht Niebüll wegen sexuellen Missbrauchs eines Mädchens zu einer Bewährungsstrafe verurteilt worden. Am Samstag hatten sich in Leck bis zu 50 Menschen versammelt, um gegen die Anwesenheit des 18-Jährigen in ihrer Nachbarschaft zu demonstrieren. Er soll erst vor kurzem in die Gegend gezogen sein. Später versuchten Teilnehmer vergeblich, gewaltsam in die Wohnung des jungen Mannes einzudringen. Er wurde anschließend von der Polizei an einen anderen Ort gebracht. Ob er inzwischen zurückgekehrt ist, blieb bislang unklar.

dpa

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