Rekordpreis für zeitgenössisches Bild

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„Orange, Red, Yellow“ ist das teuerste Bild der zeitgenössischen Kunst.

New York - Der Kunstmarkt boomt: Nach dem Auktionsrekord für Munchs „Schrei“ hat auch zeitgenössische Kunst in New York Höchstpreise erzielt.

Eine Woche nach der Rekordversteigerung von Edvard Munchs „Der Schrei“ für fast 120 Millionen Dollar bei Sotheby's hat nun Konkurrent Christie's nachgelegt. Die Auktion zeitgenössischer Kunst am Dienstagabend (Ortszeit) in New York war mit 388,5 Millionen Dollar (300 Millionen Euro) laut Christie's die erfolgreichste Auktion der Kunstgeschichte in dieser Kategorie. Für gleich 14 Künstler wurden neue Rekorde gemeldet.

So wurde Mark Rothkos Bild „Orange, Red, Yellow“ aus dem Jahre 1961 für 86,9 Millionen Dollar verkauft - das Doppelte des Schätzpreises. Das große Bild ist in verschiedenen Orangetönen gehalten und erinnert an einen Sonnenuntergang. Es ist nicht nur das teuerste Bild, das je von dem in Lettland geborenen Maler verkauft wurde. Laut Christie's hält „Orange, Red, Yellow“ nun auch den Rekord für das teuerste Bild der zeitgenössischen Kunst, das überhaupt je versteigert wurde. Nach dem Startgebot von 24 Millionen hatte sich ein Bieterkrimi entwickelt, der erst nach sieben Minuten und mit dem Rekordpreis endete. Der depressive Rothko hatte sich 1970 das Leben genommen.

Deutschlands UNESCO Welterbestätten

Deutschland: 34 UNESCO Welterbestätten
Industriekomplex Zeche Zollverein: Die Zeche Zollverein ist ein repräsentatives Beispiel für die Entwicklung der Schwerindustrie in Europa. © dpa
Die Wasserspiele unterhalb des Herkules im Bergpark Wilhelmshoehe in Kassel (Hessen),
Die Wasserspiele unterhalb des Herkules im Bergpark Wilhelmshoehe in Kassel (Hessen). © dpa
Das Markgräfliche Opernhaus Bayreuth wird 2012 neu ins Welterbe aufgenommen. © dapd
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Das Welterbekomitee hat 2011 die Harzer Wasserwirtschaft zum Kulturwelterbe erklärt, ein ausgeklügeltes System kleiner Stauseen, Gräben und Stollen, das den Bergleuten zur Energieerzeugung diente. © dpa
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Mit dieser Anlage wurde die Entnahme von Betriebswasser aus dem Teich für die Wasserräder der Bergwerke, Pochwerke und Hütten geregelt. © dpa
Goslar
Dies gilt aber nicht als neue Welterbestätte, sondern als Erweiterung der Welterbestätte “Bergwerk Rammelsberg und Altstadt von Goslar“, die bereits seit 1992 zum Unesco-Welterbe gehört. © dpa
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Aachener Dom: Der um 790 bis 800 erbaute Dom ist bau- und kunstgeschichtlich von universeller Bedeutung und eines der großen Vorbilder religiöser Architektur. © dpa
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Die Altstadt von Bamberg repräsentiert in einzigartiger Weise die auf frühmittelalterlicher Grundstruktur entwickelte mitteleuropäische Stadt. © dpa
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Schloss Augustusburg in Brühl gilt als Meisterwerk des Rokoko. © dpa
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Ebenso im Rokkokostil das Schloss Falkenlust in Brühl. © dpa
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Sechs Siedlungen der Berliner Moderne gehören in die Liste des Welterbes. Hier idide Wohnstadt Carl Legien (Prenzlauer Berg), 1928-30 erbaut von Bruno Taut und Franz Hillinger. © dpa
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Muskauer Park: Gartenkunstwerk wurde von Prinz Hermann von Pückler-Muskau 1815 bis 1844 angelegt. © dpa
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Rathaus und Roland in Bremen: Das Rathaus wurde Anfang des 15. Jahrhunderts im gotischen Stil erbaut und im frühen 17. Jahrhundert im Stil der Weser-Renaissance renoviert. © dpa
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Das Bauhaus und seine Stätten in Dessau und Weimar. © dpa
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Beispielhaft für die Weimarer Bauhaus-Architektur ist das "Haus am Horn", das nach einem Entwurf von Georg Muches 1923 als Musterhaus realisiert wurde. © dpa
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Gartenreich Dessau-Wörlitz © dpa
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Grube Messel: Die Fossillagerstätte Grube Messel bei Darmstadt gibt einzigartigen Aufschluss über die frühe Evolution der Säugetiere. © dpa
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Dom und St. Michael zu Hildesheim: Der Dom und die... © dpa
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...ehemalige Benediktinerabteikirche St. Michael legen ein außergewöhnliches Zeugnis von der religiösen Kunst im Heiligen Römischen Reich ab © dpa
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Klassisches Weimar © dpa
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Kloster Lorsch zwischen Worms und Darmstadt © dpa
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Kloster von Maulbronn:Die 1147 gegründete Anlage bildet ein ungewöhnliches Bild der Geschlossenheit. © dpa
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Klosterinsel Reichenau: Die Klosterinsel Reichenau im Bodensee ist ein herausragendes Zeugnis von der religiösen und kulturellen Rolle eines großen Benediktinerklosters im Mittelalter. © dpa
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Kölner Dom: Der Kölner Dom, erbaut von 1248 bis 1880, gilt als Meisterwerk gotischer Architektur. In der gesamten Bauzeit wurden die originalen Baupläne nicht verändert. © dpa
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Der obergermanisch-rätische Limes © dpa
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Altstadt von Lübeck: Die Stadt wurde 1143 gegründet und 1159 unter Heinrich dem Löwen in den bis heute fortwirkenden Grundlinien angelegt. © dpa
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Luthergedenkstätten in Eisleben und Wittenberg © dpa
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Berliner Museumsinsel © dpa
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Kulturlandschaft Oberes Mittelrheintal © dpa
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Schlösser und Parks von Potsdam und Berlin © dpa
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Quedlinburger Altstadt: Mit seinen rund 1300 Fachwerkhäusern aus sechs Jahrhunderten und einer Reihe von Jugendstilbauten gilt Quedlinburg als eines der größten Flächendenkmäler Deutschlands. © dpa
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Dom zu Speyer: Der Dom zu Speyer ist auch in seinen Abmessungen das größte Denkmal seiner Zeit. Die salischen Kaiser machten ihn zu ihrer Grablege. Maria und dem heiligen Stephan geweiht, wurde der Dom in zwei großen Bauphasen von 1025 bis 1061 und 1082 bis 1106 errichtet. © dpa
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Stralsund und Wismar: Die Altstädte von Stralsund und Wismar repräsentieren idealtypisch die entwickelte Hansestadt während der Blütezeit des Städtebundes im 14. Jahrhundert. © dpa
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Völklinger Eisenhütte: Die Völklinger Hütte steht für ein Jahrhundert Geschichte von Arbeit und Stahl. 1873 wurde sie vom Kölner Ingenieur Julius Buch gegründet. © dpa
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Wartburg: Martin Luther übersetzte hier das Neue Testament. Die Wartburg ist ebenso mit dem Sängerkrieg, der heiligen Elisabeth und dem Fest der Burschenschaften 300 Jahre nach der Reformation verbunden © dpa
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Wattenmeer: Das Wattenmeer ist eines der weltweit größten und wichtigsten gezeitenabhängigen Feuchtbiotope und hat als Rastgebiet für Zugvögel globale Bedeutung. © dpa
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Residenz Würzburg: Die Würzburger Residenz wird als das einheitlichste und außergewöhnlichste aller Barockschlösser betrachtet. Zwischen 1740 und 1770 ausgestattet und zwischen 1765 und 1780 mit prachtvollen Gärten versehen, veranschaulicht sie einen der strahlendsten Fürstenhöfe Europas. © dpa

Auch für den Deutschen Gerhard Richter gibt es einen neuen Rekord. Sein „Abstraktes Bild (798-3)“ von 1993 wurde für gut 21,8 Millionen Dollar verkauft - fast das Doppelte des Schätzpreises. Der Zuschlag kam erst nach einem Bieterduell mit gut 30 Geboten. Und für Richter gelang gleich noch ein Rekord: Sein „Seestück (Leicht bewölkt)“ von 1969 ging für 19,3 Millionen weg - das seien etwa 5 Millionen Dollar mehr als erwartet und der höchste Preis, der je für ein fotorealistisches Bild Richters bezahlt worden sei.

Ein weiterer Höhepunkt des Abends war der Verkauf von „FC1“ von Yves Klein. Mit knapp 36,5 Millionen Dollar wurde der bisherige Höchstpreis für den Franzosen, 23,5 Millionen, weit übertroffen. Das Bild, „FC“ steht für „Fire-Color“, besteht aus Malerei, aber auch Brand- und Wasserflecken. Das Bild war 1961 entstanden - nur Wochen, bevor der später bei der documenta (1964 und 1968) ausgestellte Künstler Klein mit nur 34 Jahren an einem Herzinfarkt starb.

Alexander Calder ist vor allem für seine kunstvollen Mobiles bekannt, ohne die kein Museumsshop auskommen würde. Eines der populärsten, „Lily of Force“, wurde nun bei Christie's verkauft - ebenfalls zum Rekordpreis. Das 1945 entstandene, gut zwei Meter hohe filigrane Gebilde kostete mehr als 18,5 Millionen Dollar. Erwartet hatten die Händler nur etwa 10 Millionen.

Alle Käufer dieser Bilder blieben anonym, so auch der, der Jackson Pollocks „Number 28“ kaufte. Mit gut 23 Millionen Dollar blieb es im unteren Bereich des Schätzpreises, ist laut Christie's aber auch ein Auktionsrekord für den vor 100 Jahren geborenen Amerikaner. Das gilt allerdings nur für Versteigerungen. Sein „Number 5“ war vor sechs Jahren für 140 Millionen Dollar verkauft worden, allerdings in einem Privatverkauf.

dpa

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