Diebestrio entreißt Priester Rucksack

Reliquie von Johannes Paul II. gestohlen

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Der verstorbene Papst Johannes Paul II.

Rom - Ein Diebestrio hat einen Rucksack mit einer Blutreliquie des verstorbenen Papstes Johannes Paul II. gestohlen. Anschließend entsorgten sie ihre Beute in einem Gebüsch.

Ein Diebestrio hat nach Angaben der italienischen Polizei in einem Zug den Rucksack eines Priesters gestohlen, in dem sich eine Blutreliquie des verstorbenen Papstes Johannes Paul II. befand. Polizisten konnten die Phiole aber nach wenigen Stunden wieder sicherstellen, wie die Eisenbahnpolizei mitteilte. Diese wurde in einem Gebüsch in der Nähe des Bahnhofs der Küstenstadt Marina di Cerveteri gefunden, wo die Diebe ausgestiegen waren.

Johannes Paul II: Einblicke in sein Leben  

Johannes Paul II - Papst
Johannes Paul II kam am 18. Mai 1920 in Wadowice, Polen als Karol Józef Wojtyła zur Welt. Der spätere Literatur- und Philosophiestudent ist auf diesem Foto zwölf Jahre alt. © dpa
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Sein Pontifikat dauerte vom 16. Oktober 1978 bis zu seinem Tod am 2. April 2005. Seine Amzeit als Papst war demnach die zweitlängste, fast 30 Jahre. © dpa
Johannes Paul II - Papst
Frohe Botschaft für Tausende: Am 1. Mai 2011 wird Papst Johannes Paul II durch Benedikt XVI selig gesprochen; ausschlaggebend dafür war die wundersame Heilung der Nonne Marie Simon-Pierre die an Parkinson litt. © dpa
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Er pflegte stets engen Kontakt mit anderen Kulturen. Hier ein Treffen zwischen ihm und dem Dalai Lama 1982 in der Vatikan Stadt. © dpa
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Bei 104 Auslandsreisen, Pastoralbesuche genannt, besuchte der Papst 127 Länder. Seine Reisetätigkeit trug ihm rasch den Spitznamen „Eiliger Vater“ ein. Auch die Bevölkerung in Brazzavile, Kongo feiert ihn während seiner ersten Afrikareise 1980 (Foto). © dpa
Johannes Paul II - Papst
Johannes Paul mit Fidel Castro in Havanna, Kuba am 25. Januar 1998. © dpa
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1982 in Lagos, Nigeria begrüßt er eine begeisterte Gruppe von Gläubigen. © dpa
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Treffen der Seligen: Mutter Theresa ( 5. September 1997 in Kalkutta getorben und 2003 selig gesprochen) und Johannes Paul II. © dpa
Johannes Paul II - Papst
Am 13. Mai 1981 wird ein Attentat auf Papst Johannes Paul II. durch den jungen Türken Mehmet Ali Agca verübt. Drei Kugeln verletzten den Heiligen Vater schwer. Sein Leben lang litt er an den Folgen der Wunden und ging gebückt. © dpa
Johannes Paul II - Papst
Doch trotz allem Leid vergab Johannes Paul II dem rechtsextremistischen Attentäter und besuchte ihn sogar im Gefängnis in Rom. © dpa
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Ohne Berührungsängste: Der Papst 1986 in Kolumbien mit einem landestypischen Hut. © dpa
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1991 in Warschau, Polen umgeben von erfreuten Kindern. © dpa
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Kuss und Segnung eines polnischen Opfers des Holocausts 1999. © dpa
Johannes Paul II - Papst
Der von Krebs, Parkinson und Arthritis gebeutelte Johannes Paul II mit seinem jahrelangen Berater und Nachfolger Joseph Ratzinger. © dpa
Am 2. April 2005 verstarb der gesundheitlich schwer angeschlagene Johannes Paul II (85). Seine Leiche wurde im Vatikan aufgebahrt. Bereits während des ersten Tages erwiesen eine halbe Million Menschen dem verstorbenen Papst die letzte Ehre. Millionen erwiesen Johannes Paul II am 8. April die letzte Ehre. Allein 3,5 Millionen Pilger reisten an jenem Tag zu seinem Begräbnis nach Rom. © dpa

Der bestohlene Priester war den Angaben zufolge auf dem Weg von Rom zu einer weiter nördlichen gelegenen heiligen Stätte, an der die Reliquie des 2005 verstorbenen Papstes ausgestellt werden sollte. Als der Geistliche in Civitavecchia ausstieg, bemerkte er das Fehlen seines Rucksackes. Er erinnerte sich an drei Männer, die ihn im Zug mit Fragen abgelenkt hatten, bevor sie einige Stationen vor ihm ausstiegen.

Nach mehrstündiger Suche fand die Polizei die offenbar von den Dieben weggeworfene Phiole ohne den Rucksack wieder, wie ein Sprecher der Eisenbahnpolizei, Dominico Ponziani, sagte. Die kleine Ampulle war an einem Objekt in der Form eines offenen Buches mit vergoldeten Seiten befestigt. Laut Polizei war unbekannt, ob den Tätern der Inhalt der Phiole bekannt war und ob sie diese möglicherweise verstecken wollten, um sie später abzuholen.

dapd

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