Polizei eingeschaltet

Senioren-Treff mit Pommes: Rentner-Gruppe belagert McDonalds in New York

New York. Eigentlich sind es eher Teenager, die Lokalbesitzern mit Mini-Bestellungen auf den Geist gehen. In New York haben es sich allerdings Rentner zur Aufgabe gemacht, eine McDonald’s-Filiale zu belagern.

Sie bestellen beispielsweise eine kleine Portion Pommes, die brüderlich geteilt wird, und bleiben stundenlang. Sie nutzen das Lokal als Treffpunkt – um sich zu unterhalten und ihre Zeit miteinander zu verbringen.

Laut eines Berichtes der „New York Times“ befindet sich die Filiale im New Yorker Stadtteil Flushing. Die Chefin der Filiale, Martha Anderson, machte ihrem Ärger gegenüber der US-Tageszeitung Luft: „Es ist ein McDonald’s, kein Seniorenzentrum.“ Da das Schnellrestaurant nur wenige Sitzplätze habe, sei das Problem mit den Rentnern besonders heikel. Zudem werde durch die Alibi-Bestellungen der älteren Herrschaften kaum Umsatz generiert.

Inzwischen hat Anderson in Absprache mit McDonald’s laut eines Berichtes des Magazins „Stern“ sogar ein Schild aufhängen lassen. Darauf ist zu lesen: Kunden haben 20 Minuten Zeit, um ihre Bestellung zu essen. Auch die Polizei sei schon eingeschaltet worden, berichtet Anderson. Doch offenbar hilft auch der Einsatz von Ordnungshütern nicht. Die Rentner tricksen die Regel auf dem Schild einfach aus. Einer berichtete gegenüber der „New York Times“: „Ich laufe einfach einmal um den Block und komme dann wieder in den Laden.“ Seine Altersgenossen eifern ihm nach.

Anderson ist mit ihrem Problem nicht allein. Eine andere McDonald’s-Filiale und der Konkurrent, Burger King, sind ebenfalls betroffen. Beide Restaurants liegen nur ein paar Blocks von Andersons Laden entfernt und ärgern sich über ihr Dasein als Senioren-Treff.

Von Dorothea Backovic

Rubriklistenbild: © dpa

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