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Leere Regale bei Edeka, Rewe und Netto: Snickers, Twix, Pedigree betroffen

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Von: Tobias Utz

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Mehrere Supermarktketten streiten mit Herstellern um Preise. Darunter leidet das Angebot.

Berlin/New York – Deutschlands Einzelhändler Rewe, Edeka und Netto erhalten weiterhin keine Produkte des US-Herstellers Mars. Hintergrund ist ein Streit zwischen den Lebensmittelriesen mit den Händlern um Preise. Das führt laut einem Bericht der Lebensmittelzeitung wiederholt zu leeren Regalen bei Netto, Edeka und Rewe.

Denn: Zum US-Konzern Mars gehören rund 300 teils sehr bekannte Marken, beispielsweise aus Süßwaren- oder Tierfuttersortiment. Prominente Beispiele sind Twix, Snickers, Wrigley‘s, Bounty, Pedigree, Whiskas, Frolic oder Sheba.

Supermarkt-Regal
Bei Edeka, Rewe und Netto bleiben dieser Tage einige Supermarktregale leer. (Symbolfoto) © Arnulf Stoffel / dpa

Rewe, Edeka, Netto: Streit um Preise mit Hersteller eskaliert

Wie eingangs erwähnt sind höhere Preise, die Mars durchsetzen will, der Grund für den Streit. Mit Edeka und Netto ziehen sich die Verhandlungen seit Monaten hin. Kürzlich reihte sich Rewe ein. Carsten Simon, Süßwarenchef bei Mars, erklärte gegenüber der Lebensmittelzeitung, dass seine Firma „dringend eine zweite Preiserhöhung in diesem Jahr“ benötige. Die Preise für Logistik, Energie und Rohstoffe seien in Folge des Ukraine-Kriegs deutlich teurer geworden.

Vonseiten der Händler wird ein rapider Preisanstieg für Verbraucher prognostiziert. Lionel Souque, Chef bei Rewe, betonte: „Ein Großteil sind Trittbrettfahrer [...], die auf der Preiswelle surfen und davon profitieren, um ihre Ergebnisse zu verbessern.“ Gegen die Forderungen des US-Konzerns kämpfe man beispielsweise „brutal“. Neben Rewe warnte auch Edeka die Kunden vor Preiserhöhungen in Supermärkten. „Lebensmittel dürfen nicht zum Luxusgut werden“, erklärte Markus Mosa, Chef von Edeka.

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Rewe-Chef: „Das ist total unrealistisch“

Im Vergleich zu Edeka kündigte Rewe allerdings bereits an, dass man nicht alle Preissteigerungen auf Verbraucher umlegen wolle. Man nehme auch Auswirkungen auf den Gewinn in Kauf. „Viele kommen und kündigen Preiserhöhungen von zehn Prozent an und sagen, Rewe soll das an den Kunden weitergeben“, so Souque laut einem Bericht der Nachrichtenagentur Reuters: „Das ist total unrealistisch.“

Ein Großteil der Lieferanten verhalte sich jedoch vernünftig, betonte der Rewe-Chef. Es handle sich um einige Wenige: „Wir haben aber ein Problem mit den ganz großen Herstellern, die die Kraft haben, Forderungen durchzusetzen.“ (tu/dpa)

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