Riesen-Urzeithai starb durch Beutemangel und Konkurrenz

+
Das Gebiss des Ur-Hais konnte bis zu drei Meter breit werden. Foto: Jeff Gage/Florida Museum of Natural History/dpa

Vor Millionen von Jahren war er der Spitzenräuber in den Meeren: Der bis zu 18 Meter lange Riesenhai Megalodon. Bisher wurde sein Aussterben häufig dem Klima zugeschrieben. Nun machen Wissenschaftler andere Gründe aus.

Zürich (dpa) - Nicht das Klima, sondern Beutemangel und Konkurrenz haben Forschern zufolge zum Aussterben des urzeitlichen Riesenhais Megalodon geführt.

Wissenschaftler der Universität Zürich konnten keinen Zusammenhang zwischen den schwankenden Temperaturen und dem Aussterben des bis zu 18 Meter langen Raubfischs finden, wie sie im Fachblatt "Journal of Biogeography" berichten. Anhand der Daten von 200 Funden errechnete das Team um Catalina Pimiento Verbreitung und Bestand der Art, die vor 23 Millionen Jahren aufkam und vor 2,6 Millionen Jahren ausstarb.

Carcharocles megalodon war wahrscheinlich der größte Hai, der je gelebt hat - rund dreimal so groß wie ein heutiger Weißer Hai. "Die sich verändernden klimatischen Bedingungen scheinen keinen Einfluss auf die Populationsdichte und auf die Reichweite der Riesenhaie gehabt zu haben", erklärte Paläontologin Pimiento laut Mitteilung. Das sei bisher häufig als Grund für das Aussterben genannt worden. In kalten Perioden sei der Bestand aber nicht geschrumpft, in warmen habe sich der Hai nicht verbreitet.

Jedoch seien zur Zeit des Niedergangs viele Meeressäugetiere verschwunden, von denen er sich wahrscheinlich ernährt habe. Zudem seien Konkurrenten um das knappe Futter aufgetaucht, so etwa räuberische Wale und der Vorfahr des Weißen Hais. An den Gründen für das Aussterben des Megalodons müsse aber noch weiter geforscht werden, merken die Wissenschaftler an.

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken, um Missbrauch zu vermeiden.

Die Redaktion

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.