Rituale sind vielen Kindern wichtiger als riesige Geschenke

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Kinder sollten zu Weihnachten nicht mit Geschenken überhäuft werden. Unter dem Tannenbaum sollte vor allem etwas liegen, worüber sie sich wirklich freuen. Foto: Rolf Vennenbernd

Je länger der Wunschzettel wird, desto nervöser werden die Eltern. Nicht selten sind Kinder enttäuscht, wenn die Wünsche nicht erfüllt werden. Dennoch ist es besser, Geschenke maßvoll auszuwählen. Auch können besondere Rituale den Kindern viel Freude machen.

Fürth (dpa/tmn) - Das Thema Weihnachtsgeschenke für Kinder ist in vielen Familien umstritten. Wie groß dürfen die Geschenke sein? Und wie viele sind angemessen? Soll das Kind etwas Nützliches bekommen oder etwas, woran es einfach Spaß hat? 

"Das ist ganz unterschiedlich und hat viel mit der erzieherischen Haltung zu tun, aber natürlich auch mit dem Geldbeutel", sagt Ulric Ritzer-Sachs von der Onlineberatung der Bundeskonferenz für Erziehungsberatung (bke).

Er empfiehlt, dass sich die Eltern mit Großeltern und anderen Verwandten absprechen, um eine Geschenkeflut zu verhindern. "Weniger, aber zielgerichtet ist immer gut", sagt Ritzer-Sachs. Heißt: Die Geschenke, die die Kinder bekommen, sollten auch etwas Besonderes sein, über das sie sich wirklich freuen. Ideal ist die Mischung aus Wünsche erfüllen und überraschen.

Viele Kinder lieben Rituale, wie etwa einen Wunschzettel zu schreiben und diesen an einen bestimmten Ort zu legen. Solche Rituale sind für sie an Weihnachten oft wichtiger als große Mengen an Geschenken.

Generell gilt: "Die Eltern steuern die Erwartungshaltung", sagt der Experte. Hat ein Kind von klein auf sehr viele und große Geschenke bekommen, wird es enttäuscht sein, wenn sich das plötzlich ändert. "Deshalb sollte man vor allem kleine Kinder nicht mit teuren Geschenken überhäufen, sonst kann man das nicht mehr toppen." Alle Wünsche seien normalerweise eh nicht erfüllbar.

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