NASA löst Rätsel

Wie kommen diese "Donuts" auf den Mars?

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Auf dem Foto sieht man die beiden Donut-förmigen Steine über die die NASA wochenlang grübelte.

Washington - Wochenlang hat ein mysteriöser Stein die NASA-Wissenschaftler beschäftigt. Das Objekt, das aussieht wie ein Donut, war plötzlich auf Bildern des Mars-Roboters "Opportunity" aufgetaucht.

Der etwa vier Zentimeter große Stein war am 8. Januar scheinbar aus dem Nichts auf dem felsigen Untergrund neben "Opportunity" aufgetaucht. Zwölf Tage zuvor war an der Stelle noch nichts gelegen, wie damals aufgenommene Bilder zeigten.

Wie die NASA am Freitag (Ortszeit) mitteilte, wurde der entfernt an einen Donut erinnernde Stein durch ein Rad des Rovers ins Blickfeld von dessen Kamera gestoßen. Die Bilder des merkwürdigen Gebildes hatten weltweit für Rätselraten gesorgt.

Laut NASA stammte der offiziell "Pinnacle Island" genannte Stein, der außen weiß und im Innern dunkelrot gefärbt ist, von einem ähnlichen Brocken in der Nähe. Demnach wurde er von dort Anfang Januar durch den sechsrädrigen Roboter selbst abgelöst.

Die acht Planeten: Reise durchs Sonnensystem

Die acht Planten unseres Sonnensystems: Die Gesteinsplaneten Merkur, Venus, Erde und Mars sowie die Gasplaneten Jupiter, Saturn, Uranus und Neptun. © Nasa/JPL
Sie alle umkreisen unser Zentralgestirn, die Sonne. © Nasa
Der Merkur ist der Sonne am nächsten und gleichzeitig der kleinste der Planeten - er ist nur wenig größer als der Erdenmond. © Nasa/John Hopkins University
Die Venus ist der zweite Planet von der Sonne aus gesehen und zugleich der nächste Nachbar der Erde. Wegen der Temperaturen von 460 Grad Celsius auf der Oberfläche wird die Venus auch "Höllenplanet" genannt. © Nasa/JPL/USGS
Die Erde vom All aus gesehen. Aus dieser Perspektive wird deutlich, warum sie auch der blaue Planet genannt wird. © Nasa
Der Mond - ständiger Begleiter der Erde. Seine Oberfläche ist von zahlreichen Einschlagkratern übersät. © Nasa/JPL
Der Mars. Wie die Erde besitzt der rote Planet eine Atmosphäre. Die Oberfläche ist von Vulkanen und riesigen Schluchten gekennzeichnet. Forscher halten es für möglich, dass es auf dem Planeten einfache Formen von Leben geben könnte. © Nasa/JPL
Der Gasriese Jupiter ist doppelt so schwer wie alle anderen Planten zusammen. © Nasa/JPL
Der Saturm ist mit seinen Ringen vielleicht der spektakulärste Planet unseres Sonnensystems. © Nasa/JPL/Space Science Institute
Uranus ist der siebte Planet unsers Sonnensystems und zieht seine Runden in rund 2,9 Milliarden Kilometern Entfernung von der Sonne.  © Nasa/Space Telescope Science Institute
Seitdem Pluto nicht mehr zu den Planeten zählt, ist Neptun der äußerste Planet unseres Sonnensystems. © Nasa

Nachdem "Opportunity" etwas zurückgesetzt worden sei, sei oberhalb ein umgestoßener Stein "von der selben ungewöhnlichen Erscheinung" zu sehen gewesen, sagte Ray Arvidson von der Washington-Universität in St. Louis, der am "Opportunity"-Programm teilnimmt. "Wir sind drübergefahren. Wir können die Spur sehen."

Auch wenn die Erklärung für das Auftauchen profan ist, bleibt der Stein ungewöhnlich. Das Spektrometer von "Opportunity" habe "ein hohes Niveau an Mangan und Schwefel" gemessen, erklärte die NASA. Diese wasserlöslichen Bestandteile deuteten darauf hin, "dass sie in dem Stein durch die Aktivität von Wasser konzentriert wurden".

Das unverwüstliche Fahrzeug "Opportunity" erforscht den Mars nun bereits seit dem Jahr 2004, obwohl seine Mission ursprünglich nur auf wenige Monate ausgelegt war. Sein Zwillingsroboter "Spirit" hörte 2010 auf zu funktionieren.

afp

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