Rocker-Boss Hanebuth aus U-Haft entlassen

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Frank Hanebuth im Juli 2013 in Palma de Mallorca. Der ehemalige Rocker-Boss ist aus der U-Haft entlassen worden. Foto: Montserrat Diez

Vor zwei Jahren wurde der mächtige Hells-Angels-Chef Frank Hanebuth auf Mallorca festgenommen. Gegen 60 000 Euro Kaution ist er jetzt aus der Untersuchungshaft entlassen worden. Spanien darf er allerdings nicht verlassen.

Hannover (dpa) - Der ehemalige Rocker-Boss Frank Hanebuth ist aus der spanischen Untersuchungshaft entlassen worden. Das bestätigte sein Anwalt Götz von Fromberg der Deutschen Presse-Agentur.

"Ich habe mit ihm telefoniert. Er ist draußen und will jetzt erstmal zur Ruhe kommen." Der 50-Jährige musste eine Kaution von 60 000 Euro hinterlegen. Zudem muss er sich regelmäßig bei einer spanischen Behörde melden und in Spanien bleiben. Die Freilassung geht auf eine Entscheidung des Obersten spanischen Gerichts auf die Beschwerde der Verteidigung hin zurück.

Der langjährige Präsident der inzwischen aufgelösten Hells Angels in Hannover wurde von Ermittlern als europaweit einflussreicher Rocker-Boss eingestuft. Vor zwei Jahren war er zusammen mit anderen Rockern auf Mallorca festgenommen worden. Dem 50-Jährigen wird die Zugehörigkeit zu einer kriminellen Vereinigung, Menschenhandel, Erpressung, Freiheitsberaubung, Zuhälterei und Geldwäsche zur Last gelegt. Hanebuth hatte die Vorwürfe stets bestritten. Er war im Gefängnis im andalusischen Cádiz inhaftiert, wo auch Terroristen und Schwerverbrecher einsitzen.

Eine Anklage liegt gegen Hanebuth noch nicht vor. Vor einem Monat hatte ein Ermittlungsrichter in Madrid entschieden, dass Hanebuth bis zu zwei weitere Jahre in Haft bleiben sollte. Gegen diesen Beschluss legten die Verteidiger Beschwerde ein.

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