Rocker-Treffen: Polizei will Großaufgebot einsetzen

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Die rivalisierenden Motorradclubs Hells Angels und Bandidos liefern sich in einigen Bundesländern seit geraumer Zeit einen regelrechten Bandenkrieg - die Polizei ist deshalb besorgt (Archivfoto).

Düsseldorf - Bandidos gegen Hells Angels: Im November wollen sich die Rockergruppen in Dortmund treffen. Die Polizei ist besorgt: Bei einer Razzia entdeckten die Beamten ein umfangreiches Waffenarsenal.

Nach den Massenschlägereien zwischen Bandidos und Hells Angelsblickt die Polizei mit Sorge auf ein für den 14. November geplantes Rocker-Treffen in der Dortmunder Innenstadt. Anlass sei das zehnjährige Bestehen der deutschen Abteilung der internationalen Rockerbande Bandidos, sagte eine Polizeisprecherin am Dienstag und bestätigte damit einen Bericht der “Bild“-Zeitung.

Großalarm für Polizei: Hells Angels kommen

Hells Angels
Wer sie nicht kennt: Die Hells Angels sind ein Rocker- und Motorradclub, dessen Mitglieder öfter mit dem Gesetz in Konflikt geraten. © dpa
Hells Angels
Die Werte der „Höllenengel“ lauten Ehrlichkeit, Zuverlässigkeit, Respekt und Freiheit. © dpa
Hells Angels
Gegründet wurde der Club 1948 in Kalifornien. © dpa
Als „Backpatch“, also Logo auf der Lederjacke, wird ein Totenkopf mit Flügeln verwendet, der als „Deathhead“ bezeichnet wird. Der Schriftzug, und damit die Clubfarben, ist rot auf weiß.
Als „Backpatch“, also Logo auf der Lederjacke, wird ein Totenkopf mit Flügeln verwendet, der als „Deathhead“ bezeichnet wird. Der Schriftzug, und damit die Clubfarben, ist rot auf weiß. © dpa
Rocker der Hells Angels auf dem Weg zu einem Treffen in Prag.
Rocker der Hells Angels auf dem Weg zu einem Treffen in Prag. © dpa
Hells Angels
Vor einem Treffen werden zwei Hells Angels von der Polizei durchsucht. © dpa
Hells Angels
Ein Rocker macht mit seinem Motorrad den „Burn out“. © dpa
Hells Angels
Mitglieder der Hells Angels werden auf dem Weg zur Autobahn von Polizeifahrzeugen eskortiert. © dpa
Hells Angels
Mitglieder der Hells Angels werden auf dem Weg zur Autobahn von Polizeifahrzeugen eskortiert. © dpa
Hells Angels
Ein Polizist überwacht ein Treffen der Hells Angels. © dpa
Hells Angels
Ein Treffen der Hells Angels. © dpa
Hells Angels
Ein Polizist überwacht ein Treffen der Hells Angels. © dpa
Hells Angels
Europatreffen der Hells Angels mit Kaffeefahrt: Die Mitglieder sitzen in einem Boot, einem so genannten "Auswanderer", um zu der Insel Wilhelmstein im Steinhuder Meer überzusetzen. Dort gibt es erst Kaffee und Kuchen. Anschließend beginnt eine Party. © dpa
Hells Angels
Rund 1500 Mitglieder waren mit ihrem Motorrädern zum Europatreffen gekommen. Dafür ist extra ein Gelände in einem Industriegebiet angemietet worden. © dpa
Hells Angels
Hells Angels © dpa
Hells Angels
Eine Kutte der Hells Angels und bei einer Razzia beschlagnahmte Waffen in der Asservatenkammer des Polizeipräsidiums in Kassel. © dpa
Hells Angels
Nach einer Gerichtsverhandlung haben sich Mitglieder der früher verfeindeten Rockergruppen Bandidos und Hells Angels eine Schlägerei geliefert. Die Polizei hat einige von ihenn verhaftet. © dpa
Hells Angels
Nach der Schlägerei auf offener Straße wurde dieses Mitglied der Hells Angels verhaftet. © dpa
Hells Angels
Hells Angels auf ihren schweren Maschinen. © dpa
Hells Angels
Ein festgenommener Rocker. © dpa
Hells Angels
Die „Kutte“ der Hells Angels. © dpa

Die Feier sei zunächst als Privatveranstaltung eingestuft worden. Nach den Krawallen am Wochenende werde die Lage nun noch aber noch einmal neu eingeschätzt und die Einsatzplanung entsprechend angepasst. Wahrscheinlich ist ein großes Polizeiaufgebot erforderlich, um die Teilnehmer der Veranstaltung vor Angriffen der Hells Angels zu schützen.

Maschinenpistolen und Schrotflinten bei Hells Angels

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Hunderte Hells Angels bei Rocker-Beerdigung

Bei einem Mitglied der Rockerbande Hells Angels hat die Polizei in Schleswig-Holstein ein umfangreiches Waffenarsenal an Maschinenpistolen, Schrotflinten, großkalibrigen Revolvern und Pistolen sichergestellt. Wie die Behörden am Dienstag mitteilten, hatten Ermittler des Landeskriminalamtes gemeinsam mit Kräften der örtlichen Polizeidirektion eine Auto-Werkstatt in Flensburg am Montag durchsucht. Dabei stießen sie auf mehrere Kisten und Waffenkoffer, in denen sich auch große Mengen an Munition und sprengstoffähnlichen Substanzen neben Zündvorrichtungen befanden. Der Inhaber der Werkstatt habe im Verdacht gestanden, Waffen und Munition illegal in seinen Firmenräumen für die Rocker aufzubewahren, hieß es. Die rivalisierenden Motorradclubs Hells Angels und Bandidos liefern sich in einigen Bundesländern seit geraumer Zeit einen regelrechten Bandenkrieg, bei dem immer wieder Mitglieder schwer verletzt werden oder sterben.

Krawalle am Wochenende

Am Wochenende war es im Ruhrgebiet zu einem regelrechten Rockerkrieg zwischen den beiden seit langem verfeindeten Rockergruppen gekommen. Etwa 50 bis 60 Mitglieder der Hells Angels und der Bandidos lieferten sich in der Nacht zum Sonntag im Duisburger Rotlichtviertel eine Massenschlägerei. Wenige Stunden später wurde in das Clubheim der Hells Angels in Solingen eine Handgranate geworfen, die aber nicht detonierte. Ob die Bandidos dahintersteckten, war unklar. In Essen schossen Unbekannte auf ein Bandidos-Clubheim. Der Bund Deutscher Kriminalbeamter forderte am Montag ein Verbot der Rockergruppen. Die Clubheime der beiden rivalisierenden Rockerbanden in Essen und Duisburg werden inzwischen rund um die Uhr überwacht. “Wir haben die Szene genau im Auge“, sagte ein Polizeisprecher aus Duisburg. Seit den Krawallen am Wochenende sei es aber ruhig geblieben.

AP

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