Einkaufszentrum in Südafrika

Rohbau stürzt ein - ein Toter, viele Verletzte

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Bis zu 50 Menschen galten am Dienstagabend in dem Ort Tongaat, nördlich von Durban, noch als vermisst.

Kapstadt - Tote und Verletzte beim Zusammenbruch eines im Bau befindlichen Einkaufszentrums in Südafrika. Die Behörden sollen erst vor kurzem die Fortsetzung des Baus verboten haben.

Beim Einsturz des Rohbaus eines Einkaufszentrums in Südafrika sind ein Mensch getötet und 29 Menschen verletzt worden. Bis zu 50 Menschen galten am Dienstagabend in dem Ort Tongaat, nördlich von Durban, noch als vermisst. Sie seien womöglich unter den Trümmern verschüttet, sagte der Sprecher des Rettungsdienstes Netcare 911, Chris Botha. Einige Verletzte befänden sich in kritischem Zustand. Der Tote ebenso wie die meisten Verletzten und Vermissten seien Bauarbeiter. Möglicherweise waren die Bauarbeiten illegal.

Gegen 16.30 Uhr habe offenbar das Dach des Gebäudes plötzlich nachgegeben, tonnenschwere Betonstücke seien heruntergestürzt, berichteten Augenzeugen dem südafrikanischen Fernsehsender SABC.

Ursache des Unfalls noch unklar

„Erst gab es einen gewaltigen Lärm... Dann überall mächtige Rauch- und Staubwolken, ich habe Menschen in Zulu um Hilfe schreien hören“, berichtete die sichtlich geschockte Anwohnerin Fiona Moonean Reportern. Rettungsdienste mit etwa 100 Einsatzkräften sowie Spürhunden waren mit den Bergungsarbeiten beschäftigt. Der Rettungseinsatz könne noch die ganze Nacht dauern, berichtete Botha.

Die Ursache des Unfalls an der Baustelle für ein großes Einkaufszentrum mit etwa 40 Geschäften blieb am Dienstagabend laut Polizei noch unklar. Allerdings hatten die Behörden nach den Worten der Vizebürgermeisterin der Metropolgemeinde Thekwini, Nomvuzo Shabalala, erst vor einem Monat die Fortsetzung des Baus wegen angeblicher Verstöße gegen die Bauvorschriften verboten. Sie sei sehr überrascht gewesen, dass die Arbeiten offenbar dennoch fortgesetzt worden seien, sagte sie einem Interview des Nachrichtensenders eNCA. Zu der Großgemeinde zählt auch die Millionenstadt Durban.

dpa

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