Wie das Schauspiel entsteht

Rosa Meer : Seltenes Naturphänomen vor Sylt

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Ein großer rosa Teppich treibt vor der Sylter Westküste

Westerland/Sylt - Was ist rosa und schaumig und treibt vor der Sylter Westküste? Ein relativ seltenes Naturphänomen ist vor der Nordseeinsel aufgetreten.

Ein Teppich aus Meeresleuchttierchen hatte sich kilometerlang ausgebreitet. Diese Plankton-Organismen haben einen Durchmesser von etwa 0,5 Millimetern. Bei vielen Menschen habe die Masse Besorgnis ausgelöst, berichtete die „Sylter Rundschau“. Die Tierchen seien aber ganz ungefährlich, sagt der Sylter Umweltbeauftragte Norbert Grimm.

Eine solche Ansammlung wie die aktuelle könne nur im Juli und August entstehen. Grund ist die Planktonabfolge im Meer: Zunächst käme das pflanzliche Plankton, dann das tierische. Die Meeresleuchttierchen weiden früher auftretende Algen ab. Die Tierchen seien erst zu sehen, wenn sie zusammengeballt auf dem Wasser schwimmen. „Die Farbe hängt von der Konsistenz ab. Wenn alles noch wässrig ist, sieht es rostrot aus.“ Verdicke sich die Menge, etwa in einem sogenannten Feuchttümpel, „bleibt eine rosafarbene, gallertige Masse, schaumig, wie Eiweiß oder Tapetenkleister“. Gestank verbreite der Teppich aber nicht: „Das riecht eher frisch.“

Das Leuchten des Planktons sei eine sogenannte Biolumineszenz, ein chemischer Prozess, der durch Berührungsreize ausgelöst werde, ähnlich wie bei einem Leuchtkäfer. Das entstehende Licht sei kalt. Das Phänomen kann laut dem Planktologen Grimm jedes Jahr entstehen.

Verbreitet sei der Organismus weltweit, sagt Matthias Strasser vom Alfred-Wegener-Institut in List. Es brauche aber einen höheren Salzgehalt, komme hierzulande also in der Nordsee und salzhaltigen Bereichen der Ostsee vor. Um den Leuchtteppich aber zu entdecken, braucht man Glück und die richtige Position. An der Sylter Brandungsküste ist der Teppich bereits wieder vom Winde verweht.

dpa

UFOs? Von wegen! Himmelsphänomene und ihre Ursachen

Wenn in Werner Walters Ufo-Zentrale in Mannheim das Telefon klingelt, kann er manche Himmelsphänomene ganz einfach erklären. Wir zeigen Ihnen eine Auswahl. © dpa
HALE-BOPP: Er schrieb Geschichte: Hale-Bopp war für mehrere Jahrzehnte einer der hellsten und meist beobachtesten Kometen. Erstmals wurde er am 23. Juli 1995 unabhängig voneinander von Alan Hale und Thomas Bopp in den USA entdeckt. Kometen sind Schweifsterne, die die Sonne auf Bahnen umlaufen und zum Großteil aus kleinen, locker verbundenen Staub- und Mineralienteilchen sowie Eis bestehen. © dpa
Sie können einen Durchmesser bis zu 100 Kilometern haben. Wenn der Komet ins Sonnensystem dringt, entreißt ihm der Sonnenwind Gaspartikel, und der Schweif ensteht. © dpa
POLARLICHTER: Polarlichter sind rote, grüne oder blaue schweifhafte, größflächige Lichterscheinungen, die im Bereich der Pole fast täglich vorkommen. Sie entstehen, wenn Elektronen oder andere geladene Teilchen auf die Erdatmosphäre treffen und schließlich als ein Strom in Spiralen entlang auf die Erde treffen. © dpa
Mark Vornhusen von Meteomedia: „Für gewöhnlich werden sie durch das Magnetfeld zu den Polen gelenkt. Wenn aber etwa alle 11 Jahre die Sonne ihre stärkste Aktivität hat, gerät das Magnetfeld durcheinander, und die Polarlichter können auch bei uns erscheinen – das ist übrigens in ein, zwei Jahren wieder der Fall.“ © dpa
GLÜHENDE HIMMELSSPINNE: Von der spektakulärsten UFO-Sichtung hat im November 2009 eine Lufthansa-Crew auf der Strecke zwischen Norwegen und Grönland berichtet. Ufologe Walter klärte damals auf, dass in ihrer Sichtweite der russische Spionagesatellit Kosmos 2455 gestartet war. © dpa
Eispartikel im Raketenschweif und die nur sehr niedrige Umlaufbahn von 195 Kilometern sorgten unter spezieller Beleuchtung für diese glühende Himmelsspinne. © dpa
VENUS: Ein leuchtendes rundes Objekt, das für einen Stern viel zu hell leuchtet! Wenn Augenzeugen dieses Phänomen beobachten, sei es oft die Venus, erklärt Wetterexperte Marc Vornhusen: „Ist sie nahe an der Sonne, sieht man sie nicht. In den Abend- oder ganz frühen Morgenstunden aber kann man sie hell leuchtend tief am West- beziehungsweise Ost-Horizont sehen.“ © dpa
Dieses Foto zeigt einen über Singapur © dpa
DIE ISS: Die Internationale Raumstation kreist in 350 Kilometern Höhe alle 90 Minuten um die Erde. © dpa
Wenn die ISS unsere Breiten überfliegt, erscheint laut Ufologe Werner Walter ein gelbliches Licht „etwas größer als ein Scheinwerfer“, das minutenlang von Westen nach Osten zieht. © dpa
DIE HALOS: Ein Halo (vom griechischen „Halo“ für „Mond“ oder „Sonne“) ist ein Lichteffekt, der durch Reflexion und Brechung von Licht an Eiskristallen in Cirrus-Wolken, an fallenden Schneekristallen oder im Eisnebel entsteht. © dpa
Der Effekt kann laut Vornhusen bis zu 30 unterschiedliche Formen haben. © dpa
„Je nach Form der Kristalle, nach dem Winkel, in dem das Licht auf die Kristalle trifft und nach der Windstärke entstehen am Himmels weißliche oder farbige Kreise, Bögen, Säulen oder Flecken.“ © dpa

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