Rote Liste

Diese Arten sind vom Aussterben bedroht

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Auch diese seltene Schönheit ist auf der Roten Liste: der Rotkehl-Brilliantkolibri.

Rio de Janeiro - Immer mehr Tiere und Pflanzen stehen vor dem Aussterben. Die Weltnaturschutzunion (IUCN) hat nun eine neue rote Liste bedrohter Arten veröffentlicht.

Trotz aller Schutzbemühungen nimmt die Zahl der bedrohten Arten zu. Von den knapp 64 000 untersuchten Tier- und Pflanzenarten seien fast 20 000 vom Aussterben bedroht, berichtete die Weltnaturschutzunion (IUCN) am Dienstag in Rio de Janeiro. Die jüngste Rote Liste bedrohter Arten sei ein Weckruf an die Politiker, die sich am Mittwoch zum dreitägigen UN-Gipfel für Nachhaltigkeit in der brasilianischen Stadt treffen. Das rasche Absinken der Zahl der Tier- und Pflanzenarten könne die Quellen für Nahrung, Medikamente und sauberes Wasser ebenso gefährden wie die Existenzgrundlage von Millionen Menschen.

„Nachhaltigkeit ist eine Frage von Leben und Tod für die Menschen auf unserem Planeten“, sagte IUCN-Chefin Julia Marton-Lefèvre. „Eine nachhaltige Zukunft kann nicht erreicht werden, ohne die Artenvielfalt zu erhalten - die Tier- und Pflanzenarten, ihre Lebensräume und ihre Gene...“ Das gelte nicht nur für die Natur selbst, sondern auch für die sieben Milliarden Menschen, die davon abhängig sind.

Rote Liste: Diese Arten sind bedroht

Bedrohte Tier- und Pflanzenarten
Die Weltnaturschutzunion (IUCN) hat nun eine neue rote Liste bedrohter Arten veröffentlicht. Einige der Tiere sehen Sie in unserer Fotostrecke: © Bosse Jonsson dpa
Bedrohte Tier- und Pflanzenarten
Hier eine Königskobra. © Bosse Jonsson dpa
Bedrohte Tier- und Pflanzenarten
Auch der Rote Fruchtvampir (Stenoderma Rufum) steht auf der Roten Liste. © Allen Kurta dpa
Bedrohte Tier- und Pflanzenarten
Genauso wie der Rotkehl-Brilliantkolibri (Heliodoxa gularis). © Chris Sloan dpa
Bedrohte Tier- und Pflanzenarten
Neu auf der Liste ist der Springaffe Callicebus caquetensis. © Javier Garcia dpa
Bedrohte Tier- und Pflanzenarten
Ebenfalls bedroht: Der Netz-Peitschenschwanz-Rochen (Himantura leoparda). © Joe Wu dpa
Bedrohte Tier- und Pflanzenarten
Der Giant Australian Cuttlefish (Sepia apama) wurde 2012 erstmals in die Rote Liste aufgenommen. © Roger Hanlon dpa
Bedrohte Tier- und Pflanzenarten
Das Korallenriff auf den Raja Ampat-Inseln im Süden Indonesiens: 33 Prozent der Riffe bildenden Korallen gelten als bedroht. © IUCN Photo Library/Jason Suwandy dpa
Bedrohte Tier- und Pflanzenarten
Das Foto zeigt einen Israelische Scheibenzüngler (engl. Hula Painted Frog - Discoglossus nigriventer), der bereits als ausgestorben galt und jetzt wiederentdeckt wurde. © Oz Rittner dpa
Bedrohte Tier- und Pflanzenarten
Auch bedroht: Der Große Feuerfalter (Lycaena dispar). © Wikimedia Commons, user: Rosenzweig dpa
Bedrohte Tier- und Pflanzenarten
Die Burmesische Python (Python bivittatus) ist auch vom Aussterben bedroht. © Mark Auliya dpa
Bedrohte Tier- und Pflanzenarten
Hier ein Nolasco Spiny-tailed Iguana (Ctenosaura nolascensis). © Scott Trageser dpa
Dieser Vogel ist in Südkorea zuhause und ebefalls bedroht: der Paradise Flycatcher. © dpa
Rote Liste: Diese Arten sind bedroht
Der Amerikanische Aal (Anguilla rostrata) gilt unter anderem aufgrund des Klimawandels und der Umweltverschmutzung als bedroht ("endangered"). © dpa
Rote Liste: Diese Arten sind bedroht
Der chinesische Kugelfisch (Takifugu chinensis) ist akut vom Aussterben bedroht. © dpa
Rote Liste: Diese Arten sind bedroht
Wegen jahrelanger Überfischung wird der Nordpazifische Blauflossen-Thunfisch als gefährdet aufgeführt. © dpa

Nach jüngster Zählung sind 41 Prozent der Amphibien bedroht sowie 33 Prozent der Riffe bildenden Korallen, 25 Prozent der Säugetiere, 13 Prozent der Vögel und eine von fünf Pflanzenarten. Neu auf die Rote Liste, die neben stark bedrohten auch mehr oder weniger gefährdete Arten enthält, kamen unter anderem der Springaffe Callicebus caquetensis, der Tintenfisch Sepia apama, der Stechrochen Himantura leoparda und die Schlange Python bivittatus.

Die IUCN (International Union for Conservation of Nature) in Genf ist das weltweit größte Netzwerk staatlicher und nichtstaatlicher Umweltorganisationen. Zu den über 1000 Mitgliedern zählen auch der Deutsche Naturschutzring, der Naturschutzbund Deutschland (Nabu) und WWF Deutschland.

dpa

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