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Rote Liste der bedrohten Arten: Afrikanischer Waldelefant droht auszusterben

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Von: Samira Müller

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Afrikanischer Waldelefant
Der Afrikanische Waldelefant ist laut der Roten Liste vom Aussterben bedroht. © David Santiago Garcia/imago

Auf der Roten Liste werden bedrohte Arten gesammelt. Derzeit sind mehr als 40.000 Arten vom Aussterben bedroht.

Kassel – Vom Wolf bis zum Gorilla: Auf der Roten Liste der bedrohten Arten wurden bis jetzt mehr als 142.500 Arten bewertet. Davon sind allerdings mehr als 40.000 Arten vom Aussterben bedroht. Das sind etwa 28 Prozent aller bewerteten Arten.

Allerdings gibt es nicht die eine Rote Liste. Es gibt sie von verschiedenen Organisationen und zum Teil für verschiedene Gebiete. Auf internationaler Ebene ist die der Weltnaturschutzunion IUCN (International Union for Conservation of Nature) am bekanntesten. Sie wurde 1964 gegründet und hat sich zum Ziel gesetzt, mehr als 160.000 Arten zu bewerten. Im Jahr 2020 wurden etwa 33.000 Tierarten als bedroht eingestuft*. Mit derzeit über 40.000 bedrohten Tier- und Pflanzenarten sind das mehr als je zuvor.

Soviel Prozent der bewerteten Arten sind vom Aussterben gefährdet (IUCN)
Amphibien41 Prozent
Säugetiere26 Prozent
Nadelbäume34 Prozent
Vögel13 Prozent
Haie & Rochen37 Prozent
Riffkorallen33 Prozent
Ausgewählte Krebstiere28 Prozent
Reptilien21 Prozent

Rote Liste der bedrohten Arten 2022: Wolf ist auch vom Aussterben bedroht

Auch für Deutschland gibt es eine eigene Rote Liste. Darauf ist zum Beispiel auch der Wolf* zu finden. Mit der Liste des IUCN ist sie allerdings nicht vergleichbar. Sie betrachtet vor allem eher die Bestandsentwicklung der Arten. Die Liste der IUCN ist eher auf die Gefährdung der jeweiligen Art ausgelegt.

Es gibt aber auch einige positive Effekte des Schutzmanagements, das die Rote Liste aufzeigt. So konnte sich zum Beispiel die Population des europäischen Bisons wieder vergrößern.

Ein Wolf
Auch der Wolf ist vom Aussterben bedroht und steht auf der Roten Liste (Symbolfoto). © Lino Mirgeler/dpa

Rote Liste der bedrohten Arten: 40.000 Arten sind bedroht

Viele Tiere stehen schon seit Jahren als „stark gefährdet“ oder sogar als „vom Aussterben bedroht auf der Liste, wie etwa der Sumatra-Tiger. Experten schätzen, dass nur noch 371 Exemplare der majestätischen Raubkatze auf der indonesischen Insel leben. Ebenfalls vom Aussterben bedroht ist der Riesige Bronzegecko. Er wurde im Jahr 2020 bewertet und als bedroht eingestuft. Auch bei Libellen wird ein Rückgang verzeichnet, das liege vor allem an der Zerstörung der Feuchtgebiete.

„Es ist das größte Artensterben seit Verschwinden der Dinosaurier“

Christoph Heinrich, Vorstand Naturschutz beim WWF Deutschland

Auch die östlichen und westlichen Gorillas werden auf der Roten Liste mit abnehmender Population aufgelistet. Zudem sind fast zwei Drittel der Arten, die an hydrothermalen Quellen in der Tiefsee-vorkommen, vom Aussterben bedroht.

Eine Libelle fliegt am Oberlauf des kleines Flusses Jossa im hessischen Spessart auf der Suche nach Beute dicht über der Wasseroberfläche.
Die Rote Liste der bedrohten Arten hat bereits mehr als 142.500 Arten bewertet. Die Libelle ist unter anderem vom Aussterben bedroht. © Frank Rumpenhorst/dpa

Waldelefant ist vom Aussterben bedroht: Rote Liste hat mehr als 40.000 Arten als bedroht eingestuft

Mittlerweile ist auch der Afrikanische Waldelefant vom Aussterben bedroht. Innerhalb von 31 Jahren sind die Bestände der Waldelefanten um mehr als 86 Prozent eingebrochen, wie der WWF berichtete. Seit 2008 fielen die Elefanten zum einen immer öfter der Wilderei zum Opfer. Andererseits verlieren sie durch den Menschen immer mehr Teile ihres Lebensraumes.

Der sogenannte verlorene Hai (Carcharhinus obsoletus) wurde vom IUCN als möglicherweise ausgestorben, auf der Roten Liste 2020* deklariert. Die Hai-Art wurde zuletzt offiziell deklariert. (Samira Müller) *hna.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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