Polizei hat neue Informationen 

Ausgesetztes Baby: DNA wird analysiert - Spur führt in griechische Gemeinde

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Ein ausgesetztes Baby haben Spaziergänger in Rüsselsheim gefunden. Es war nur in ein Handtuch gewickelt. Die Polizei sucht seine Mutter. (Symbolbild)

In Rüsselsheim finden Spaziergänger ein ausgesetztes Baby. Die Polizei fahndet weiterhin nach der Mutter. Eine Spur führt in eine griechische Gemeinde.

  • Baby in Rüsselsheim ausgesetzt
  • Die Polizei sucht seine Mutter - eine hohe Strafe droht
  • Ermittler hoffen auf entscheidenden Hinweis auf die Eltern

Update vom Donnerstag, 13.02. 2020, 14.12 Uhr: Nach rund einem Monat Suche nach der Mutter des ausgesetzten Babys in Rüsselsheim hat die Polizei immernoch keine heiße Spur. Wie die dpa berichtet, seien zwar bei der Polizei nach der Veröffentlichung von Fotos von Textilien und einem Armband, die bei dem Baby lagen, viele Hinweise bei der Polizei eingegangen, aber der entscheidende Hinweis blieb aus. Die Ermittler gingen davon aus, dass das Armband einen orthodoxen Ursprung hat. Deshalb nahm die Polizei auch Kontakt mit der griechischen Gemeinde auf. Des Weiteren werden aktuell DNA-Spuren analysiert. Wie ein Sprecher der Polizei mitteilt, tappen die Ermittler gerade auf der Stelle. 

Passanten hatten das Baby am 17. Januar in ein Handtuch gewickelt am Rande eines kleinen Flusses in Rüsselsheim entdeckt. Wäre das wenige Stunden alte Baby nicht endeckt worden, wäre er bei der Kälte vermutlich erfroren. Das Jugendamt hat die Obhut über das Baby aktuell übernommen.

Rüsselheim: Ausgesetztes Baby - Polizei hat noch keine heiße Spur 

Update vom Montag, 27.01. 2020, 10.45 Uhr:  Auch neun Tage nach dem Fund eines Säuglings in Rüsselsheim hat die Polizei noch keinen entscheidenden Hinweis auf die Identität der Eltern erhalten. Das berichtet die „Bild“. „Wir fahnden so lange weiter, bis wir die Eltern gefunden haben“, sagte ein Polizeisprecher der Zeitung am Sonntag.

Update vom Freitag, 24.01. 2020, 13.52 Uhr: Der ausgesetzte Säugling befindet sich nach wie vor im Krankenhaus. Das Jugendamt hat nun die Obhut des Babys übernommen, wie die dpa berichtet. Spaziergänger hatten das Baby am vergangenen Freitag (17.01.2020) in der Nähe eines Flusses gefunden. „Viel länger als eine Stunde mehr hätte der Kleine nicht geschafft“, so ein Sprecher der Polizei. Dies bestätigten auch die Ärzte des Krankenhauses. Bislang sind zahlreiche Hinweise über die vermeintliche Mutter des Kindes eingegangen, die entscheidende Spur war allerdings noch nicht dabei. „Auch die Frau muss nach unserer Auffassung in einer großen Notlage gewesen sein.“

In einem Hotelzimmer in Rendsburg wurde eine Frau tot aufgefunden, daneben ihr unverletztes Baby. Noch ist unklar, was genau geschah.

Update vom Dienstag, 21.01.2020, 16.59 Uhr: Zwar fehlt der Polizei noch eine „heiße Spur“ zu den Eltern des ausgesetzten Neugeborenen aus Rüsselsheim. Jedoch seien inzwischen zahlreiche Hinweise zu den „sehr charakteristischen Gegenständen“ eingegangen, die das Baby bei sich trug, wie Polizeisprecher Bernd Hochstädter der „Frankfurter Rundschau“ am Dienstag sagte.

Auf den Bildern, die die Polizei zuvor veröffentlicht hatte, ist neben einem hellblauen Shirt auch eine schwarze Kette mit einem Anhänger in Form eines roten Kreuzes zu sehen. Dabei handele es sich laut den Hinweisen nicht um ein Armband, sondern um eine Art Strick aus dem christlich-orthodoxen Glauben, der beim Beten zu Knoten geknüpft werde, so Hochstädter. Das Handtuch, in das der wenige Stunden alte Säugling gewickelt war, zeigt ein stilisiertes Pferd und den Aufdruck "Turkmenistan Asgabat", daneben sind fünf Sterne zu sehen. Hierbei könne es sich um ein Handtuch aus einem Hotel handeln, so die Vermutung.

Parallel laufen derzeit weitere Befragungen im näheren Umfeld des Fundorts nahe des kleinen Flusses Horlache. Dort stehen mehrere Hochhäuser. Die Polizei will wissen, ob jemandem kürzlich eine schwangere Frau aufgefallen sei. Auch Spürhunde seien im Einsatz gewesen. Über die Ergebnisse lägen aber noch keine Erkenntnisse vor. Die Polizei ermittelt wegen dem Straftatbestand der Aussetzung gegen die Mutter, der ein bis zehn Jahre Haft vorsieht.

Rüsselsheim: Auch Schicksal der Mutter gibt Fragen auf

Laut Sprecher Hochstädter interessiert die Polizei aber auch brennend, in welcher Notlage sich die Mutter befunden haben muss, als sie ihr Kind am Freitag bei niedrigen Temperaturen in einem Gebüsch ablegte. „Wir sind sicher, die Mutter braucht Hilfe.“ Spaziergänger hatten den wimmernden Säugling am Freitagabend entdeckt und die Polizei alarmiert.

Das Kind befindet sich laut Polizei derzeit noch im Krankenhaus und ist wohlauf. Das Jugendamt werde sich in den nächsten Tagen damit befassen so Hochstädter. Bei der Polizei waren zahlreiche Adoptionsanfragen aus ganz Deutschland und sogar aus Österreich eingegangen.

Update vom Dienstag, 21.01.2020, 10.47 Uhr: Nachdem Spaziergänger am Freitag (17.01.2020) an der Horlache in Rüsselsheim einen Säugling im Gebüsch gefunden haben, wenden sich nun Staatsanwaltschaft und Kriminalpolizei erneut mit einem Fahndungsaufruf an die Öffentlichkeit. Die Ermittler haben drei Bilder veröffentlicht, auf denen Gegenstände zu sehen sind, die das Baby an sich trug, als es gefunden wurde, teilt die Polizei mit. 

Diese Gegenstände hatte das Baby an sich oder war darin eingewickelt.

Rüsselsheim: Baby in Gebüsch ausgesetzt - Polizei sucht Zeugen

Dabei handelt es sich um ein Armband, eine Decke und ein Oberteil. Die Staatsanwaltschaft und die Polizei fragen: 

  • Wer kann Hinweise zu den Gegenständen geben?
  • Wer weiß, wem sie gehörten könnten?
  • Wem fiel in jüngster Vergangenheit eine werdende Mutter auf, zu der nun das Kind fehlt?
Diese Gegenstände hatte das Baby an sich oder war darin eingewickelt.

Das Kriminalkommissariat 10 in Rüsselsheim hat ein 24-Stunden-Hinweistelefon geschaltet und bittet unter der Telefonnummer 06142-696-449 um sachdienliche Hinweise. 

Der Säugling befindet sich laut Polizei weiterhin im Krankenhaus, ist aber wohlauf. 

Diese Gegenstände hatte das Baby an sich oder war darin eingewickelt.

Ausgesetztes Baby in Rüsselsheim: Der Mutter droht eine hohe Strafe

Update von Montag, 20.01.2020, 14.35 Uhr: Bis zu zehn Jahre Haft drohen der Mutter, die am Freitagabend ein Neugeborenes in Rüsselsheim ausgesetzt hat. Das sagte Polizeisprecher Bernd Hochstädter auf Anfrage der „Frankfurter Rundschau“. Der Paragraf 221 sehe dieses Strafmaß vor, wenn das eigene Kind der Gefahr des Todes ausgesetzt werde. Laut Medizinern habe das Neugeborene bei Temperaturen um die Null Grad nicht lange am Fundort liegen können. „Man kann nicht von Stunden sprechen“, so Hochstädter. Spätestens am Dienstag will die Polizei Fotos und Informationen zu den näheren Umständen des Fundes des Säuglings veröffentlichen, um mehr Hinweise in der Sache zu erhalten.

Bisher seien die Hinweise „sehr spärlich“, sagte der Polizeisprecher. Dagegen gebe es zahlreiche Anfragen von Paaren, die das Kind gerne aufziehen würden. Nicht nur aus der Region, sondern aus ganz Deutschland seien Anfrage gekommen, sogar aus Österreich*. Das Kind befinde sich derzeit im Krankenhaus und sei in gutem Gesundheitszustand. Es sei im Krankenhaus gut aufgenommen worden. Die Polizei fahndet weiter nach den Eltern des Neugeborenen, wie fr.de* berichtet.

Baby in Rüsselsheim ausgesetzt: Wo wurde das Kind geboren?

Zur Hautfarbe des Kindes wollte die Polizei zunächst keine Angaben machen. Lediglich, dass der Säugling in ein buntes Handtuch gewickelt war, ist bekannt. Unklar ist auch, ob das Kind womöglich in der Nähe im Freien auf die Welt gebracht wurde oder zum Fundort in der Nähe der Liebigstraße in Rüsselsheim-Haßloch unweit der Horlache gebracht wurde. „Beide Szenarien sind denkbar“, sagte Hochstädter.

Update von Montag, 20.01.2020, 11.31 Uhr: Dem in Rüsselsheim ausgesetzten Baby geht es aktuell den Umständen entsprechend gut, wie die Hessenschau berichtet. Der Säugling sei außer Lebensgefahr. 

Zu der Suche nach den Eltern des Kindes gibt es aktuell nichts Neues. Allerdings probiere die Polizei alles, die Mutter des Kindes zu finden. Dazu werden unter anderem auch Anwohner in der näheren Umgebung befragt.

Wird kein Elternteil des Babys ausfindig gemacht, würde sich das Jugendamt einschalten und das Kind einer Pflegefamilie übergeben.

Update vom Samstag, 18.01.2020, 14.23 Uhr: Von den Eltern des neugeborenen Babys, das am Freitag (17.01.2020) in Rüsselsheim ausgesetzt wurde, fehlt weiter jede Spur. Im Laufe des Samstags erhielt die Polizei Rüsselsheim nur wenige Hinweise. 

Es hätten sich aber mehrere Paare gemeldet, die das Kind sofort und liebend gern aufnehmen und großziehen würden, sagte ein Polizeisprecher. „Auch Windelspenden sind uns schon angeboten worden.“

Rüsselsheim: Baby ausgesetzt – Polizei: „Es wäre vermutlich erfroren“

Update vom Samstag, 18.01.2020, 12.17 Uhr: Das ausgesetzte Baby, das in Rüsselsheim gefunden worden ist, wäre „vermutlich erfroren“, wenn nicht Spaziergänger das Kind entdeckt hätten. „Das wäre nicht lange gut gegangen, für so ein kleines Baby war es viel, viel zu kalt“, sagte ein Polizeisprecher der Deutschen Presse-Agentur. 

Das Baby hatten Spaziergänger in einem Gebüsch in der Nähe eines kleinen Flusses in Rüsselsheim gefunden. Sie hatten seine Schreie gehört. Laut Polizei könne der Säugling nicht lange dort gelegen haben.

Baby in Rüsselsheim ausgesetzt: Wo ist seine Mutter? – Polizei sucht nach Hinweisen

Erstmeldung vom Samstag, 18.01.2020, 9.41 Uhr: Rüsselsheim – Einen neugeborenen Säugling haben Spaziergänger am Freitagabend (17.01.2020) gegen 20 Uhr in Rüsselsheim (Kreis Groß-Gerau) gefunden. Das Baby war lediglich in ein Handtuch gewickelt

Das teilt das Polizeipräsidium Südhessen in Darmstadt am Samstag (18.01.2020) mit. Die Finder wurden durch die Schreie des Babys auf das Kind aufmerksam. Sie alarmierten über den Notruf die Polizei. Die Spaziergänger hatten den Säugling im Rüsselsheimer Stadtteil Haßloch entdeckt. Es lag im Bereich der Liebigstraße an einem kleinen Fußweg entlang der Horlache.

„Wären die Spaziergänger nicht auf den Säugling aufmerksam geworden, wäre das Neugeborene bei den winterlichen Temperaturen in der Nacht vermutlich erfroren“, heißt es in der Mitteilung der Polizei.

Baby ausgesetzt: Polizei in Rüsselsheim sucht nach seiner Mutter

Der kleine Junge war unterkühlt. Er wurde am Freitagabend sofort in ein Krankenhaus gebracht. Das Baby ist wohlauf und sein Gesundheitszustand ist laut Polizei derzeit stabil.

Bislang haben sich weder die Mutter des Babys noch andere Verwandte gemeldet. Deshalb geht die Polizei davon aus, dass seine Mutter das Kind ausgesetzt hat.

Die Polizei versucht nun, die Identität des kleinen Jungen herauszufinden. Vor allem will sie aber auch ermitteln, wer seine Mutter ist. Deshalb bittet die Polizei in Rüsselsheim unter der Telefonnummer 06142/6960 um Hinweise von Zeugen. 

Baby ausgesetzt – Polizei fragt: Wer in Rüsselsheim hat Hinweise auf die Mutter?

Wer hat in diesem Zusammenhang am Freitag (17.01.2020) in der Zeit zwischen 16 und 20 Uhr in der Nähe des Fundorts in der Liebigstraße in Rüsselsheim etwas Verdächtiges beobachtet? Wer kann sonstige Hinweise geben?

Zu Beginn des Jahres 2020 wurde auch in München ein ausgesetztes Baby gefunden. Es wurde in einem Hinterhof entdeckt. Das wenige Monate alte Mädchen ist wohlauf, der Vater wurde ausfindig gemacht. 

kke/cka

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Spaziergänger finden Baby in Rüsselsheim

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