Aufregung: Papst und Hitler spazieren durch Trier

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Wolfram P. Kastner und Linus Heilig alias Papst Pius XII. und Adolf Hitler

Trier - Als Papst und Adolf Hitler verkleidet haben zwei Aktionskünstler am Samstag zur Heilig-Rock-Wallfahrt in Trier gegen die Verbindung von Kirche und Staat protestiert.

Mit der Aktion „Papst trifft Hitler“ wollten Wolfram P. Kastner und Linus Heilig nach eigener Aussage "zum Nachdenken anregen“. Bei ihrem Gang durch die Innenstadt stoppten sie unter anderem vor dem Dom, in dem derzeit die vermeintlich letzte Tunika Jesu erstmals seit 16 Jahren ausgestellt wird.

Die Aktion erregte Aufsehen bei einigen Pilgern. Kurzzeitig führten Polizisten die Künstler auf eine Wache, um deren Personalien festzustellen. Bei ähnlichen Aktionen in Berlin und München seien die Künstler von der Polizei „vorübergehend festgesetzt“ worden, sagte der Sprecher der kirchenkritischen Giordano Bruno Stiftung - unter anderem wegen des Verdachts auf Verunglimpfung eines ausländischen Staatsoberhauptes.

Das 1933 zwischen Hitler und Papst Pius XI. vereinbarte Konkordat, mit dem die Beziehungen zwischen dem Staat und der Kirche geregelt wurden, ist nach wie vor gültig. „Das ist ein ungeheuerlicher Zustand“, sagte Kastner.

dpa/dapd

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