Sauerland-Terrorist als Räuber vorbestraft

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Der islamistische Sauerland-Terrorist Daniel Schneider ist als Straßenräuber vorbestraft.

Düsseldorf - Einer der islamistischen Sauerland-Terroristen ist als Straßenräuber vorbestraft. Daniel Schneider hat für die 2003 mit anderen begangene Tat eine Jugendstrafe von einigen Arbeitsstunden bekommen.

Das sagte sein Verteidiger am Dienstag im Prozess vor dem Düsseldorfer Oberlandesgericht. Schneider wehrt sich gegen den Vorwurf des versuchten Polizistenmordes bei seiner Festnahme im sauerländischen Oberschledorn. Er sei von der Situation völlig überrumpelt worden, sagte Schneider.

Die Bilder vom Terrorprozess gegen die Sauerlandgruppe

Bewaffnete Polizisten sichern die Eingänge des Oberlandesgerichts in Düsseldorf. Hier findet der Prozess gegen die Sauerlandgruppe statt.
Bewaffnete Polizisten sichern die Eingänge des Oberlandesgerichts in Düsseldorf. Hier findet der Prozess gegen die Sauerlandgruppe statt. © dpa
Der Prozess findet in einem extra abgesicherten Saal statt.
Der Prozess findet in einem extra stark abgesicherten Saal statt. © ap
Die Anwälte der Terrorverdächtigen Rosenkranz und Pausch auf dem Weg ins Gericht.
Die Anwälte der Terrorverdächtigen, Rosenkranz und Pausch, auf dem Weg ins Gericht. © dpa
Journalisten und Zuschauer warten auf den Einlass ins Gericht.
Journalisten und Zuschauer warten auf den Einlass zu einem der größten Terrorprozesse in der Bundesrepublik seit Jahren. © dpa
Im Gerichtssaal sitzen die Angeklagten von Polizisten bewacht hinter dickem Sicherheitsglas.
Im Gerichtssaal sitzen die Angeklagten von Polizisten bewacht hinter dickem Sicherheitsglas. Mit ihren Anwälten sprechen sie durch die Scheibe. © dpa
Adem Yilmaz
Die Angeklagten werden ins Gericht geführt, hier Adem Yilmaz. Anschlagsziele waren vor allem amerikanische Gebäude. © dpa
Atilla Selek im Gerichtssaal.
Atilla Selek umringt von Polizisten. Die Angeklagten wollten, dass so viele Menschen wie möglich sterben. © dpa
Fritz Gelowicz und die drei weiteren Angeklagten sitzen hinter Sicherheitsglas im Gericht.
Fritz Gelowicz und die drei weiteren Angeklagten sitzen hinter Sicherheitsglas im Gericht.  © dpa
Terrorprozess gegen Sauerlandgruppe
Der Angeklagte Daniel Schneider spricht mit seinem Anwalt. © dpa
Offenbar hat Daniel Schneider beim Terrorprozess Grund zu lachen.
Offenbar hat er beim Terrorprozess noch Grund zu lachen. © dpa
Hinter Gittern, Mauern und kameraüberwacht wird den Terrorverdächtigen der Prozess gemacht.
Hinter Gittern, Mauern und kameraüberwacht wird den Terrorverdächtigen der Prozess gemacht. © dpa
Richter Ottmar Breidling führt die Verhandlung gegen die Sauerlandgruppe.
Richter Ottmar Breidling führt die Verhandlung gegen die Sauerlandgruppe. © dpa
Allein die Anklageschrift umfasst 40 Seiten. Hier die Ermittlungsakten.
Allein die Anklageschrift umfasst 40 Seiten. Hier die Ermittlungsakten. © dpa
In diesem Ferienhaus in Oberschledorn wurden die Terrorverdächtigen festgenommen.
In diesem Ferienhaus in Oberschledorn im Sauerland wurden die Terrorverdächtigen festgenommen. © ap
Im September 2007 wird ein Verdächtiger abgeführt.
Im September 2007 wird einer von ihnen abgeführt. © ap
Die Polizei stellte bei der Festnahme mit Chemikalien gefüllte Kanister sicher.
Die Polizei stellte bei der Festnahme mit Chemikalien gefüllte Kanister sicher. © ap

Er soll einem Polizisten dessen Dienstwaffe aus dem Holster gerissen und versucht haben, ihn zu erschießen. Tatsächlich fiel ein Schuss, die Kugel traf aber niemanden. Schneider bestreitet, überhaupt geschossen zu haben. Der Schuss habe sich beim Kampf um die Waffe gelöst. Zu keinem Zeitpunkt habe er die Absicht gehabt, auf den Polizisten zu schießen. Er sei jemand, der sich relativ gut unter Kontrolle habe. “Der Islam hat mich geduldiger und ausgeglichener gemacht“, sagte der 24-Jährige.

Als die Spezialeinheit GSG 9 im September 2007 das von den Angeklagten angemietete Ferienhaus stürmte, war Schneider aus einem Badezimmerfenster gesprungen und einige Meter weit gerannt, bevor es zu dem Handgemenge mit dem Polizisten kam. Der Sauerland-Gruppe wird die Vorbereitung verheerender Bombenanschläge in Deutschland und die Mitgliedschaft in einer Terrorvereinigung vorgeworfen. Die vier Angeklagten haben die Vorwürfe bereits weitgehend gestanden.

dpa

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