Schiffskollision: Nord-Ostsee-Kanal gesperrt

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Spezialisten des Havariekommandos und des Wasser- und Schifffahrtsamts verlegten den Anker der havarierten "Siderfly" hinter die Uferböschung.

Kiel - Auf dem Nord-Ostsee-Kanal sind am Montagmorgen bei Brunsbüttel zwei Düngemittel-Frachter zusammengestoßen. Glück im Unglück: Nur der Frachter mit dem ungefährlichen Harnstoff schlägt Leck.

Auf dem Nord-Ostsee-Kanal sind am frühen Montagmorgen bei Brunsbüttel zwei Düngemittel-Frachter zusammengestoßen. Bei der Kollision wurde die 100 Meter lange „Siderfly“ schwer beschädigt und schlug auf der Seite leck. Das Schiff liege mit 24 Grad Schlagseite an der Böschung, sagte Ulrike Windhövel vom Havariekommando in Cuxhaven. Es habe zwei drei bis fünf Meter große Löcher im Rumpf. Der Nord-Ostsee-Kanal wurde nach der Kollision voll gesperrt, wie ein Sprecher der Wasserschutzpolizei sagte. „Ein Ende der Sperrung ist bislang nicht absehbar.“ Menschen wurden bei dem Unglück nicht verletzt. Zur Unglücksursache gab es zunächst keine Erkenntnisse.

Die „Siderfly“ war gegen 3.00 Uhr mit der 116 Meter langen „Coral Ivory“ unterhalb der Brunsbütteler Hochbrücke zusammengestoßen. Dabei wurde die „Siderfly“ so stark beschädigt, dass sie zu sinken drohte. Das Schiff wurde mit an Land ausgebrachten Ankern stabilisiert. An Bord der beiden Schiffe waren zum Unfallzeitpunkt insgesamt 28 Besatzungsmitglieder.

Die unter der Flagge von St. Vincent und den Grenadinen fahrende „Siderfly“ war auf dem Weg von Brunsbüttel nach Antwerpen. Sie hatte Harnstoff geladen - weiße, ungiftige Kristalle, die wegen ihres hohen Stickstoffgehaltes weltweit als Düngemittel genutzt werden. Ein Leck lag im Bereich ihrer Laderäume.

Der unter der Flagge der Niederlande fahrende Gastanker „Coral Ivory“ wollte 4030 Tonnen Ammoniak nach Finnland bringen. Seine Laderäume blieben bei der Kollision unbeschädigt. Er machte in Brunsbüttel fest. Nach der Havarie sei Dieselöl, jedoch kein Schweröl ausgetreten, sagte Windhövel. Experten brachten Ölsperren aus.

dpa

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