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Hundertjähriger Kalender: Im Februar kehrt der Winter zurück

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Von: Kilian Bäuml

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Schneefall
Laut dem hundertjährigen Kalender wird es im Februar noch mal richtig kalt. (Symbolbild) © Bernd Weissbrod/dpa

Bisher hat man vom Winter noch nicht viel bemerkt. Doch laut dem hundertjährigen Kalender wird sich das bald ändern. Kälte und Schnee sollen im Anmarsch sein.

Kassel – Nachdem das Jahr mit milden Temperaturen gestartet ist, könnte es im Februar deutlich kälter werden. Den Prognosen des hundertjährigen Kalenders zufolge soll es sogar Schnee geben. Doch was genau ist der hundertjährige Kalender überhaupt und wie sehr kann man sich auf ihn verlassen?

Der hundertjährige Kalender wurde von dem Mönch Moriz Knauer (je nach Quelle auch Moritz oder Mauritius), zwischen 1652 und 1658 erstellt. Seine Wetterprognosen beruhen auf Beobachtungen und sollten ursprünglich dazu dienen, das Wetter in der Region des Klosters vorherzusagen. Damit wollte der Mönch die Landwirtschaft in der Gegend optimieren, schreibt der Deutsche Wetterdienst (DWD). Knauer berechnete das Wetter mithilfe der Planeten. Seiner Theorie nach wiederholt sich das Wetter in einem Zyklus von sieben Jahren. Anhand seiner Theorie prognostizierte Knauer das Wetter bis ins Jahr 1912.

Winter-Wetter mit Schnee und Kälte im Februar: Das sagt der hundertjährige Kalender

Für den Sommer 2023 sagt der hundertjährige Kalender starke Hitze voraus, davor soll es diesen Winter erst noch einmal richtig kalt werden. Die Wetter-Vorhersage wird vom Kalender für einige Tage getroffen und sieht für Februar laut 100-jaehriger-kalender.com folgendermaßen aus:

Der hundertjährige Kalender sagt winterliches Wetter im Februar voraus: Ist die Prognose verlässlich?

Die Theorie von Knauer wurde später von Christoph von Hellwig verwendet. Er war ein Bekannter von Knauer und berechnete das Wetter für einen Zeitraum von hundert Jahren zwischen 1701 und 1800. Seine Berechnungen wurden sogar in gedruckter Version veröffentlicht. Erst rund 16 Jahre später erhielten die Wetterberechnungen den Namen, unter dem sie bekannt wurden – hundertjähriger Kalender.

Doch die von Knauer aufgestellte Berechnung hat ein Manko, sie orientiert sich an den Planeten. Zu Knauers Lebzeiten waren allerdings nur sieben Planeten bekannt, berichtet der DWD. Zudem wurden sogar Sonne und Mond zu den Planeten gezählt. Dementsprechend sind die Angaben längst nicht mehr auf dem neusten Stand. Auffällig ist außerdem, dass die Angaben unkonkret sind. Die Prognose „schön und luftig“ für Februar wird beispielsweise nicht weiter konkretisiert.

Der Kalender wird bis heute fortgesetzt und ist leicht im Internet auffindbar. Übereinstimmungen zwischen den Angaben im hundertjährigen Kalender und dem tatsächlichen Wetter sind laut dem DWD allerdings zufällig. Aus wissenschaftlicher Sicht lassen sich die Angaben nicht begründen oder nachvollziehen. Bleibt also abzuwarten, ob es im Februar wirklich zu einer Kältewelle mit Schnee kommt. Experten gehen davon aus, dass wir derzeit einen Rekordwinter in Deutschland erleben, der sich durch zu viel Wärme und Trockenheit bemerkbar macht. (kiba)

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