Schneechaos in den USA: Millionen ohne Strom

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Eine Schneefront hat die nördliche Hälfte der US-Ostküste im Chaos versinken lassen. Straßen waren gesperrt, Flüge und Züge hatten lange Verspätung und in der Millionenmetropole New York wurde das Leben ausgebremst.

New York - Eine Schneefront hat die nördliche Hälfte der US-Ostküste im Chaos versinken lassen. Straßen waren gesperrt, Flüge und Züge hatten lange Verspätung und in der Millionenmetropole New York wurde das Leben ausgebremst.

Für viele das Schlimmste: Millionen Menschen sind ohne Strom - und werden nach Angaben der Versorger auch erst am Mittwoch wieder ans Netz kommen. Auf einer Linie zwischen Washington über Philadelphia und New York bis Boston und darüber hinaus sieht es eher nach Weihnachten als nach Halloween aus.

Doch die Situation ist in einigen Teilen dramatisch. Drei Menschen starben nach CNN-Angaben. In Temple in Pennsylvania wurde ein 84-Jähriger in seinem Haus von einem Baum erschlagen, der die Schneelast nicht mehr tragen konnte und durch das Dach brach. In Hebron in Connecticut starb ein Mann in seinem Auto. Und in Springfield, Massachusetts, starb ein Mann an einem Stromschlag, als er eine Polizeiabsperrung ignorierte und an heruntergerissene Starkstromkabel geriet.

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In mehreren Staaten riefen die Gouverneure den Notstand aus. Allein im Raum New York sind mehr als 1,3 Millionen Kunden ohne Strom - wobei “ein Kunde“ zuweilen ein ganzer Wohnblock mit Dutzenden oder gar Hunderten Haushalten ist. Schnelle Besserung ist nicht in Sicht. Die Stromversorger haben bereits angekündigt, dass einige Haushalte erst am Mittwoch wieder Strom haben werden. Für einige liegt der letzte tagelange Stromausfall gerade zwei Monate zurück, als Hurrikan “Irene“ die Stromleitungen heruntergerissen hatte.

Viele Wetterstationen verzeichneten Rekordwerte. Schnee im Oktober ist in der Region ungewöhnlich. Im New Yorker Central Park hat es seit Beginn der Wetteraufzeichnungen 1869 erst zweimal im Oktober geschneit - aber noch nie so viel wie jetzt beim dritten Mal. Am Flughafen John F. Kennedy mussten die Reisenden sechs Stunden und mehr Verspätung in Kauf nehmen. Andere Airports schlossen ganz - darunter der internationale Flughafen Newark. Auch die U-Bahnen fuhren unregelmäßig.

Ein Trost: Für die Wochenmitte ist sonnigeres Wetter vorhergesagt mit 17 Grad an den wärmsten Tagen. Am Wochenende wird es wieder kälter - gerade zum New York Marathon.

dpa

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