Ein Toter, vier Verletzte

Schock im Behindertenheim: Tödlicher Brand in Fulda

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Einsatzkräfte der Feuerwehr löschen den Brand in dem Behindertenheim.

Fulda - Bei einem Feuer ist ein 31-jähriger Bewohner eines Behindertenheims in Fulda ums Leben gekommen. Nach dem Löschen der Flammen bleiben quälende Fragen.

Der Brand wurde nachts gegen zwei Uhr mit dem Alarm eines Rauchmelders entdeckt. Das Pflegepersonal und Ordensschwestern brachten mehrere Bewohner des Haupthauses in Sicherheit. Für einen 31-jährigen geistig behinderten Mann aber kam jede Hilfe zu spät. Er wurde in seinem Zimmer im dritten Stock des Hauses, in dem der Brand ausgebrochen war, leblos geborgen. Sofort eingeleitete Reanimationsmaßnahmen blieben nach Polizeiangaben erfolglos. 

In dem dritten und obersten Stockwerk des Gebäudes gibt es elf Einzelappartements für sechs behinderte Menschen und fünf Schwestern des katholischen Ordens der Dienerinnen der Armen. Vier von ihnen erlitten eine Rauchgasvergiftung. Die Feuerwehr verhinderte, dass die Flammen auf weitere Teile des Hauses übergriffen. Die Kriminalpolizei leitete Ermittlungen ein.

"Wir haben überhaupt keinen Hinweis auf die Ursache", sagte der Geschäftsführer des Antonius-Netzwerks, Rainer Sippel. Auch deute nichts auf einen technischen Defekt hin.

"Wir sind alle sehr betroffen und schockiert und versuchen, einfach da zu sein und mit Bewohnern und Kollegen zu sprechen", sagte Geschäftsführer Sippel. "Unsere Hauptanteilnahme gilt der Familie." Auch gebe es viel Mitgefühl aus der Stadt. Am Montagnachmittag will die Gemeinschaft in der Hauskapelle des Antonius-Netzwerks zu einem Trauergottesdienst zusammenkommen.

Mit rund 600 hauptamtlich Beschäftigten betreibt das Antonius-Netzwerk Inklusionsprojekte für Arbeit, Wohnen, Freizeit und Kultur. Die Einrichtung wurde erst am Freitag von Bundessozialministerin Andrea Nahles (SPD) besucht.

Der Bewohner lebte schon seit seiner Jugend in der Einrichtung des Antonius-Netzwerks. Er besuchte dort die Schule, erhielt eine Ausbildung und arbeitete auf dem Antonius-Hof in der Landwirtschaft.

dpa

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