Allergien vermeiden

Schon kleine Kinder dürfen Erdnussbutter essen

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Erdnüsse schmecken gut und sind gesund - viele Menschen sind jedoch allergisch. Ein früher Kontakt kann das Allergierisiko senken. Foto: Tobias Hase

Viele Menschen haben Allergien, die Unverträglichkeit gegen Erdnüsse steht ganz oben auf der Liste. Meistens sind die körperlichen Überreaktionen jedoch vermeidbar, wenn Kinder schon früh mit dem Stoff in Verbindung kommen. Vorsicht ist dennoch angebracht.

Bonn (dpa/tmn) - Allergien gegen Erdnüsse sind weit verbreitet. Minimieren lässt sich das Risiko, wenn Kinder schon im ersten Lebensjahr Nussbutter zu essen bekommen.

"Ganze Erdnüsse sollte man ihnen auf keinen Fall geben", sagt Prof. Berthold Koletzko. Er ist Kinder- und Jugendarzt im Netzwerk Gesund ins Leben. Bei ganzen Nüssen besteht die Gefahr, dass das Kind sie einatmet und sie in den Bronchien steckenbleibt.

Studien haben gezeigt, dass sich das Allergierisiko verringern lässt, wenn Kinder zwischen dem vierten und sechsten Lebensmonat mit dem Start der Beikost nach und nach auch allergene Lebensmittel wie Nüsse und Fisch probieren dürfen. Es gibt keinen Beleg dafür, dass sich spätere Allergien vermeiden lassen, wenn Eltern diese Lebensmittel vom Speiseplan streichen.

In den USA hat das Nationale Institut für Allergien vor wenigen Tagen eine neue Richtlinie herausgegeben, nachdem Kinder püriertes Erdnussmus oder Erdnussextrakt am besten vor dem sechsten Lebensmonat essen sollen. Diese Empfehlung spiegele natürlich auch die dortigen Essgewohnheiten wider, sagt Koletzko: "Bei uns ist Erdnussbutter kein regelmäßig verzehrtes Lebensmittel, in den USA sieht das anders aus." Erdnussallergien würden deshalb in Deutschland deutlich seltener vorkommen. Generell machten Eltern aber nichts falsch, wenn sie ihrem Kind beispielsweise ungesalzene Erdnussbutter geben.

Empfehlungen des National Instiute of Allergy and Infectious Diseases

Handlungsempfehlungen des Netzwerks Gesund ins Leben

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